Zu den – jedenfalls im Fernsehen – interessantesten Biografien gehören die von Menschen, die etwa als Laien „auf eigene Faust ermitteln“, wenn sie der Meinung sind, dass die Polizei nichts oder nicht genug für sie tut. Und dabei über sich hinauswachsen. Bei der Hauptfigur dieser Produktion liegt der Fall ein wenig anders, aber auch hier findet eine Verwandlung statt – die vom braven Familienvater zum Geldfälscher.
Druckereibesitzer Jochen Lehmann, verheiratet und Vater von drei Kindern, steht finanziell das Wasser bis zum Hals. Um an Geld zu kommen, druckt er es kurzerhand selbst. Die falschen Fünfziger lindern zwar zunächst die Not, rufen jedoch schon bald echte Ganoven auf den Plan. Das schafft neue Probleme. Der Fünfteiler „Morgen hör ich auf“, für viele Fans eine Art deutsche Antwort auf „Breaking Bad“, lief erstmals Anfang 2016 im Programm des ZDF.
Viele Kritiker lobten Hauptdarsteller Bastian Pastewka, dem es gelungen sei, sich mit dieser Produktion vom Komiker zum Charakterdarsteller zu wandeln. „Morgen hör ich auf“ gewann eine Goldene Kamera als beste Miniserie, die Autoren Martin Eigler (auch Regie), Sönke Lars Neuwöhner und Sven S. Poser wurden mit dem Bayerischen Fernsehpreis für das beste Drehbuch eines Mehrteilers ausgezeichnet.
Darsteller: Bastian Pastewka, Susanne Wolff, Janina Fautz, André Jung, Uwe Preuss.
Regie: Martin Eigler.
ZDF, ab Freitag, 21. Juni, 23 Uhr
An dieser Stelle geben immer montags Mitarbeiter unserer Zeitung einen TV-, Radio-, oder Streamingtipp der Woche – jenseits der Klassiker.