Hinter jeder Maske steckt ein Star

von Redaktion

ProSieben startet eine Show mit Promis in Kostümen – gefertigt werden die Stücke in Altötting

VON STEFANIE THYSSEN

„Dschungelcamp“, „Germany’s Next Topmodel“ oder „Deutschland sucht den Superstar“ – viele Shows im deutschen Fernsehen leben davon, dass „normale“ Menschen beziehungsweise C- oder D-Promis um jeden Preis berühmt werden wollen. Bei „The Masked Singer“, dem Format, das morgen um 20.15 Uhr bei ProSieben startet, ist es genau umgekehrt: Hier treten zehn Promis an, die auf keinen Fall erkannt werden wollen – und sich dafür so verkleiden, dass von der wahren Persönlichkeit nichts zu erkennen ist.

„Diese Kostüme sind keine Kleidung, diese Kostüme sind Kunstwerke“, sagt Alexandra Brandner. Und sie muss es wissen, schließlich hat die 45-Jährige sie gemeinsam mit einem elfköpfigen Team hergestellt – in ihrem Atelier im oberbayerischen Altötting. Die Gewandmeisterin ist seit 25 Jahren Kostümbildnerin, hat für alle großen europäischen Opern-Häuser, für Musicals und TV-Produktionen gearbeitet. Der Auftrag für „The Masked Singer“ ist ihr bisher aufwendigster. „Die Kostüme bestehen aus vielen verschiedenen Einzelteilen und Materialien, die teilweise in komplizierter Reihenfolge zusammengesetzt werden “, erzählt Brandner. „Sechs bis sieben Personen seien parallel an jedem Kostüm beschäftigt. Für die Astronauten-Maskierung wurden etwa 40 000 Strasssteine händisch geklebt. „Gewöhnlich braucht man für so einen Auftrag ein halbes Jahr.“ Für die ProSieben-Show musste es in zwei Monaten gehen. Das war vor allem deswegen machbar, weil die Entwürfe für die Kostüme (jedes einzelne ist etwa 15 000 Euro wert) schon vorlagen, sie stammen von der US-Designerin Marina Toybina.

Und hat Alexandra Brandner nun nach all den Wochen der Vorbereitung ein Lieblings-Outfit? „Ich bin überzeugt, dass alle Männer den Kudu lieben und dieser Charakter sein möchten“, sagt sie. Sie habe schon bei der Produktion von „Herr der Ringe“ mitgenäht und wisse, wie Männer auf Rüstungen reagieren. „Für mich ist es aber der Astronaut! Den finde ich gigantisch.“ Wenn das Licht angehe und der Star mitsamt der Verkleidung auf der Bühne auftauche… Das sei „unglaublich schön“.

Apropos Star: Alexandra Brandner hat auch keinen Schimmer, welcher Promi in welcher ihrer Verkleidungen steckt. Das wissen laut ProSieben gerade mal acht Menschen, beim Sender selbst nur zwei. Damit das auch so bleibt, heißt es, gebe es ein eigenes Sicherheitsteam.

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