Doppelspitze

von Redaktion

Harald Schmidt und Gregor Gysi ihrer Show bei n-tv.

Auch Entertainer Harald Schmidt beschäftigt sich mit den umweltschädlichen Folgen des Vielfliegens. „Ich hab’ bei mir zu Hause schon gefragt: Welche von unseren fünf Flugreisen pro Jahr sollen wir streichen? Da hieß es: Immer alles so negativ!“, sagt der 61-Jährige gewohnt spöttisch in der Fernsehsendung „Gysi & Schmidt – Der n-tv Rückblick“, die heute um 23.30 Uhr läuft. Erstmals läuft das Format damit zweimal im Jahr, die Sendung heute versteht sich als „Halbzeitbilanz“.

Für die einen dürfte die rund dreiviertelstündige Talkshow ein gelungener Mix aus Sozialismus (Gysi) und Sarkasmus (Schmidt) sein, für andere auch nur ein weiterer Beweis dafür, dass im deutschen Fernsehen alte weiße Männer – Gysi ist 71 – die Sendeplätze belegen. Zu einer möglichen SPD-Doppelspitze, womöglich mit Gesine Schwan und Kevin Kühnert, ätzt Schmidt: „Eine Hochschulprofessorin zusammen mit einem Studienabbrecher – mehr gesellschaftliche Breite geht überhaupt nicht mehr.“ Zu den Wahlchancen der Grünen meint der frühere Late-Night-Talker: „Ich freu’ mich da natürlich wahnsinnig drauf, wenn die Grünenbei 70 Prozent der Stimmen landen, und dann sagen: Wer wird denn jetzt Kanzler oder Kanzlerin.“ Werde es Annalena Baerbock oder Robert Habeck? „Vielleicht gibt es dann auch eine Doppelspitze – oder man rotiert im Wochenrhythmus.“

Nach den Jahresrückblicken 2018 und 2017 ist die Sendung schon der dritte Talk des Duos. Gysi lässt für n-tv sogar schon zum fünften Mal das Jahr Revue passieren. Beim ersten Mal 2015 saß CDU-Politiker Wolfgang Bosbach an seiner Seite, 2016 Thomas Gottschalk. GREGOR THOLL

Artikel 2 von 3