Kurz bevor die Masken fallen, läuft der Rätselspaß noch einmal auf Hochtouren. Steckt unter dem allseits geliebten Monster wirklich Evelyn Burdecki oder doch die Boxerin Susi Kentikian? Und ist es tatsächlich Max Mutzke, der als Astronaut jede Woche das Millionenpublikum von „The Masked Singer“ mit scheinbar schwerelosen Auftritten begeistert? Auf Facebook, Twitter und im Online-Ratespiel von ProSieben häufen sich die Spekulationen. Heute Abend wird Klarheit herrschen – denn die Maskenparade von ProSieben geht ins große Finale.
Fünf Kandidaten sind es noch, die den Zuschauern und dem Rate-Team aus Max Giesinger, Ruth Moschner und Collien Ulmen-Fernandes Rätsel aufgeben. Ein letztes Mal schlüpfen sie in ihre aufwendigen und schweißtreibenden Kostüme. Los geht der Final-Abend bereits um 20 Uhr mit einem „red.“-Spezial.
Der galante Grashüpfer und der glitzernde Astronaut treten dann ab 20.15 Uhr noch einmal mit dem machohaften Kudu, dem quäkenden Flauschmonster und dem gar nicht so engelsgleichen Engel in den Gesangswettstreit. In der ersten Runde präsentiert jeder der fünf Finalisten einen Song, danach fällt die erste Entscheidung: Der Star mit den wenigsten Zuschauerstimmen muss seine Maske abnehmen. In der zweiten Runde treten die vier Undercover-Sänger mit einem neuen Song in zwei Duellen gegeneinander an. Der Sieger des Duells zieht ins letzte Gesangsduell – der Verlierer wird direkt demaskiert. Die beiden Duell-Sieger kämpfen im finalen Duell dann um die Gunst der Zuschauer und den Sieg bei „The Masked Singer“.
Die Show hat trotz ihrer sommerlichen Ausstrahlungszeit das geschafft, was lange keine Sendung im deutschen Fernsehen zustande brachte: Mit jeder Folge wuchs das Publikum. Auch im Halbfinale steigerte die Liveshow nochmals die Zuschauerzahl und ließ alle anderen Primetime-Sendungen hinter sich. 3,16 Millionen verfolgten die Ausstrahlung, die Quote lag damit bei 14 Prozent. Bei der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil sogar bei satten 29 Prozent.
Um die geheime Identität der Kandidaten bis zum Schluss zu wahren, hat ProSieben eine Menge Aufwand betrieben: Auch hinter der Bühne müssen die Kandidaten maskiert bleiben und einheitliche Pullis mit dem Aufdruck „Don’t talk to me“ (Sprich mich nicht an) tragen. „Ich bin so gespannt, wer die anderen sind“, sagte Schlagersängerin Stefanie Hertel, die in der vergangenen Woche als Panther enttarnt wurde, nach ihrem Ausscheiden. „Jeder ist auch hinter der Bühne so in seiner Rolle drin.“
Damit die demaskierten Sänger sich auch noch einmal von Angesicht zu Angesicht in die Augen schauen können, reisen fürs Finale auch die Ausgeschiedenen noch einmal nach Köln. Vor Hertel waren bereits Ex-No-Angels-Star Lucy Diakovska, die Schauspieler Susan Sideropoulos und Heinz Hoenig sowie das schwedische Model Marcus Schenkenberg entlarvt worden.
Und wenn alle Masken gefallen sind? „Ruth Moschner wechselt danach zum BND“, mutmaßte ein Twitter-Nutzer Julian mit Blick auf den richtigen Riecher des Rateteam-Mitglieds. Die Moderatorin hatte sowohl Schenkenberg als auch Hoenig richtig erraten.
Nach dem Finale ist das „24 Stunden, 7 Tage die Woche“-Rätseln, das Collien Ulmen-Fernandes betrieb, also zunächst vorbei – zumindest bis zum nächsten Jahr. Nach dem Quotenerfolg hat der Sender eine zweite „Masked Singer“-Staffel für 2020 angekündigt – allerdings wohl zu einer weniger heißen Zeit im Jahr.