Astrophysiker müssen von Haus aus Optimisten sein. Denn sie planen schließlich Forschungsprojekte, deren Vollendung frühestens ihre Ururenkel in der Mitte des kommenden Jahrhunderts erleben können. Doch nur so kann die uralte Menschheitsfrage gelöst werden: Ist der Mensch alleine in den unendlichen Weiten des Universums? Oder leben auf fernen Planeten intelligente Außerirdische?
Zu einer Begegnung zwischen Menschen und Außerirdischen, wie sie Science-Fiction-Autoren und -Filme unterhaltsam beschwören, wird es vorerst nicht kommen. Aufgrund der großen Distanzen werden künftig nur unbemannte Raumschiffe für die Menschheit bislang unbekannte Galaxien erkunden – so wie heute den Mars.
Den aktuellen Stand der Forschung bei der Erkundung außerirdischen Lebens und die umfangreichen Planungen für die Zukunft beschreibt anschaulich „Leben im All. Sternenjäger“ von Vincent Amouroux und Alex Barry. Arte strahlt die 55-minütige Reportage zum Auftakt des Themenabends „Nacht der Sterne“ am Samstag um 20.15 Uhr aus.
Die sehenswerte und aufwendig recherchierte Reportage folgt eindrucksvoll und mit vielen fantastischen Bildern der Sternenwelt und Experteninterviews den Forschungen in den vergangenen Jahren. Die Wissenschaftler entwerfen dabei ein anschauliches Bild ihrer Visionen für die weitere Erforschung des Alls. Die sphärische Musik, mit der die gesamte Sendung unterlegt wird, lullt mit der Zeit allerdings ein wenig ein. Manchmal wird auch die Grenze von der populärwissenschaftlichen Unterhaltung zur Wissenschaftssendung deutlich überschritten. Die Faszination für die Sternenwelt und ihre Erforschung bleibt dennoch nicht auf der Strecke.