Katze und Spürhund

von Redaktion

Seit sieben Jahren ist Katharina Böhm „Die Chefin“ im ZDF, morgen läuft die 50. Folge

VON ANDREAS HEIMANN

Katharina Böhm ist „Die Chefin“ – und das schon seit 50 Folgen. In der ZDF-Krimireihe spielt die 54-Jährige die Hauptkommissarin Vera Lanz, Leiterin der Mordkommission in München und hartnäckige Ermittlerin, die sich so schnell von nichts beeindrucken lässt, schon gar nicht von den Dienstvorschriften. Morgen um 20.15 Uhr läuft im ZDF die Jubiläumsfolge mit dem Titel „Justitias Zuhälter“ (siehe Kasten), fünf weitere Episoden sind dann jeweils freitags zur gleichen Zeit im Programm des Mainzer Senders zu sehen.

Vera Lanz ist eine Vorgesetzte, wie man sie sich nur wünschen kann – furchtlos, unbestechlich, geradlinig, mitfühlend. Eine ideale Rolle für Katharina Böhm, die Ende der Achtzigerjahre mit „Das Erbe der Guldenburgs“ einem Millionenpublikum bekannt wurde. „Vera Lanz ist eine Pragmatikerin, die den direkten Weg von A nach B nimmt, und ein sehr gerechtigkeitsliebender Mensch“, sagt die Schauspielerin, Tochter des Schauspielers Karlheinz Böhm. „Eine Mischung aus einer Katze und einem Spürhund.“

Die erste Folge der Reihe lief im Jahr 2012. „Als Titel war ursprünglich ,Die Polizistin‘ geplant, aber der war nicht mehr frei und wurde dann in ,Die Chefin‘ geändert“, erzählt Böhm. „Am Anfang habe ich mich etwas geschämt. Ich nehme nicht alle anderen an die Hand und ziehe sie hinter mir her.“ Ursprünglich war der Krimi für den späteren Samstagabend geplant. „Deswegen waren die ersten Folgen auch noch ein bisschen härter“, erinnert sich Böhm. „Er ist dann aber von Anfang an am Freitag gelaufen. Meine Gefühle waren erst mal gemischt, muss ich ehrlich sagen. Weil das dann doch relativ klar war, dass wir etwas mainstreamiger werden mussten.“

Seit der ersten Folge mit dabei ist Jürgen Tonkel als Hauptkommissar Paul Böhmer, neuer Dritter im Bunde ist Christoph Schechinger als sein Kollege Maximilian Murnau, der im vergangenen Jahr Stefan Rudolf alias Jan Trompeter ablöste. „Mir macht es einerseits wahnsinnig viel Spaß, die Vera zu spielen, und andererseits auch die Arbeit mit dem ganzen Team. Jürgen Tonkel zum Beispiel ist für mich inzwischen wirklich Familie“, sagt Böhm. „Wir gehen da seit neun Jahren durch dick und dünn. Er und seine Frau, das sind für mich Menschen, die möchte ich in meinem Leben nicht mehr missen.“

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