Millionen sahen ihn als Kudu in der Erfolgsshow „The Masked Singer“ – Daniel Aminati zählte zu den schrill kostümierten Kandidaten des ebenso schrägen wie quotenstarken Spektakels. Jetzt bekommt er seine eigene Spielshow. Die Teilnehmer von „Renn zur Million“, zu sehen ab morgen vier Mal jeweils dienstags um 20.15 Uhr, laufen buchstäblich dem Geld hinterher. In der Abenteuershow müssen sie nicht nur einen schwierigen Hindernisparcours bewältigen, sondern werden dabei auch von Profisportlern gejagt. Nur wer die schwierigen Hürden schafft und dabei nicht eingeholt wird, kann maximal eine Million Euro gewinnen.
Fangen spielen im XXL-Format – Ex-Fußballer Mario Basler und Bobfahrerin Sandra Kiriasis (siehe Kasten), die beide schon im Dschungelcamp waren, gehören zu den Wettläufern um die Million. Die anderen Kandidaten, die sich in der ersten Ausgabe unter anderem an riesigen, wackeligen Stangen entlanghangeln, sind ganz normale Leute. Mit dabei sind zum Beispiel ein Team aus vier nicht besonders sportlichen Altenpflegerinnen und eine Patchworkfamilie.
Den Gewinn sammeln die Teilnehmer etappenweise ein. Wer eine Aufgabe geschafft hat, darf entscheiden, ob er alles riskiert und weitermacht – oder ob er das erspielte Geld lieber behält. Gehetzt werden die Kandidaten von durchtrainierten Athleten, darunter Ex-Turner Fabian Hambüchen, der den Mund ziemlich voll nimmt. „Wer mich abhängen will, muss schon ein verdammt guter Läufer sein und sich an den Hindernissen nicht allzu blöd anstellen.“ Mit von der Partie ist auch der Triathlet Roman Deisenhofer, die anderen Jäger sind Kampfsportler, Skilang- und Hindernisläufer.
Die Abenteuershow wird von Daniel Aminati gemeinsam mit Rebecca Mir präsentiert, beide moderieren bei Pro Sieben auch das tägliche Boulevardmagazin „taff“. Jede Ausgabe von „Renn zur Million“ dauert fast drei Stunden, zuletzt lief auf dem Sendeplatz am Dienstag mit wechselndem Erfolg die Zaubershow „Farids magische 13“.
Das neue Format ist ein weiterer Beleg dafür, dass der Trend in der aktuellen Fernsehsaison zum großen Showspektakel geht. Anders als etwa „The Masked Singer“ ist das Format aber nicht live, die einzelnen Folgen wurden auf der Henrichshütte in Hattingen (Nordrhein-Westfalen) aufgezeichnet, wo früher Stahl erzeugt wurde. Die Anlage wurde 2003 stillgelegt, ein Teil der Industriebrache wird für Veranstaltungen genutzt. Ganz neu ist die Idee einer Show, in der ein Parcours bewältigt werden muss, aber nicht – von „Spiel ohne Grenzen“ aus den Sechziger- und Siebzigerjahren bis zur aktuellen RTL-Show „Ninja Warrior Germany“ gehört Hüpfen und Hangeln seit langem zum festen Kanon des Unterhaltungsfernsehens.