Urlaub auf den Fidschis ist toll! Puderzuckerfeiner Sand, riesige Korallenriffe in türkisfarbenem Meer und Kokospalmen, die sanft im Wind wogen. Ein Südseeparadies am anderen Ende der Welt – wenn man ein weiches Bett und einen vollen Magen hat. Auf beides müssen die 18 Kandidaten verzichten, die sich ab heute in der Vox-Abenteuershow „Survivor“ 16118 Kilometer fernab der Heimat auf einer einsamen Insel aussetzen lassen. In kräftezehrenden Wettkämpfen spielen sie ein Spiel, das sie an ihre körperlichen und mentalen Grenzen führt. Wir haben für Sie alles Wissenswerte um das weltweit erfolgreichste TV-Format zusammengefasst, das von Wahl-Bayer Florian Weber (43) moderiert wird.
Die Regeln: Es gilt, 39 Tage auf einer unbewohnten Insel in der Südsee zu „überleben“. Dafür werden 18 Spieler zunächst in zwei Gruppen aufgeteilt. Ohne fremde Hilfe müssen sie sich Schlafplätze bauen, Feuer machen, Essen organisieren und in verschiedenen Wettkämpfen gegeneinander antreten. Die Gewinnergruppe erhält Immunität, die Verlierer müssen einen Spieler aus den eigenen Reihen wählen, der die Insel sofort verlässt. Später werden die beiden Teams vereint, dann spielt jeder nur noch zu seinem eigenen Vorteil. Am Ende kann es nur einen „Survivor“ geben, der 500 000 Euro gewinnt.
Das Format: Survivor läuft in 17 Ländern und gilt als erfolgreichstes Abenteuerformat der Welt. In den USA ist bereits die 38. Staffel zu sehen, die bisher mit sieben Emmy Awards ausgezeichnet wurde. Auch in Deutschland gab es bereits den Versuch, das Format zu etablieren. Anfang 2000 schickte RTL 2 „Expedition Robinson“ und ProSieben das „Inselduell“ auf Sendung – mit mäßigem Erfolg. Für Vox realisierte die Kölner Produktionsfirma Banijay 13 Ausgaben von „Survivor“ auf den Fidschi-Inseln.
Die Spieler: Unter 5000 Bewerbern wurden mit psychologischer Beratung 18 Spieler deutschlandweit ausgewählt. Die Jüngste ist 21, der Älteste 60 Jahre alt. Erzieherin, Uni-Professorin, Zahnarzt, Dachdecker, Berufssoldat, Fitnesstrainer – das Team aus Männern und Frauen bildet einen Querschnitt unserer Gesellschaft. Aus München ist der 50-jährige Olav dabei. Der gebürtige Däne ist Unternehmer, Weltenbummler und Abenteurer. Er hat drei Kinder und eine kleine Enkeltochter. Als Backpacker hat Olav fast 100 Länder bereist. Die größte Herausforderung für ihn? „Langfristig mit wenig Essen auszukommen.“
Die Ausrüstung: Ist mehr als spärlich. Jeder Spieler hat für seinen Rucksack eine genaue Packliste bekommen und reist mit einem Minimum an Bekleidung an. Keine Kosmetikartikel, kein eigenes Werkzeug. Die Teams verfügen jeweils über fünf Kilo Reis (die sie sich 39 Tage einteilen müssen), einen Brunnen mit unbegrenztem Trinkwasser, zwei Macheten, einen Wok, Sonnen- und Mückenschutz.
Die Taktik: Durchhalten, überlisten, besiegen, lautet die Devise in diesem Spiel, in dem man nicht nur soziale Kompetenzen und Leidensfähigkeit besitzen muss. Es geht über weite Teile darum, Allianzen zu schmieden und mit strategischem Denken in die nächste Runde zu kommen. Was das taktische Vorgehen erschwert? Latenter Hunger, der Mangel an Hygiene, wenig Schlaf und die eigenen Emotionen.
„Survivor“
läuft ab heute montags um 20.15 Uhr bei Vox und beim Streamingdienst TVNow.