Magisch

von Redaktion

Im Stuttgarter ARD-„Tatort“ geht es diesmal um okkulte Rituale

VON LINDA VOGT

Der Kommissar prügelt sich zu Opernklängen, ein Dämon wird zu harten Beats beschworen – der aktuelle Stuttgarter „Tatort“ schlägt neue Wege ein, auch musikalisch. In dem Krimi wollen die Ermittler Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) einen selbsternannten Magier des Mordes überführen. Sie müssen sich in „Hüter der Schwelle“, zu sehen am Sonntag um 20.15 Uhr im Ersten aber vor allem mit sich selbst auseinandersetzen.

Ausgangspunkt der Ermittlungen ist die Leiche eines jungen Mannes. Der tote Körper des Geschichtsstudenten Marcel Richter (Max Bretschneider) auf einem einsamem Bergplateau vor den Toren der Landeshauptstadt ist gezeichnet von symbolhaften Wunden. „Unser Sektenbeauftragter meint, dass es sich um eine Art okkultes Opferritual handelt“, stellt Bootz am Anfang der Ermittlungen fest. Diese führen die Kommissare zu dem Privatgelehrten Emil Luxinger (André M. Hennicke). Die beiden Kommissare versuchen herauszufinden, ob Luxinger, der sich als Magier bezeichnet, den Studenten umgebracht hat. Dabei müssen sie sich von den üblichen Ermittlungstechniken verabschieden.

Mit Logik allein scheint sich dieser Fall nicht lösen zu lassen. Während sich der eine Kommissar – buchstäblich – mit einem Drogendealer herumschlägt, holt sich der andere Rat beim Pfarrer. Der führt die Ermittler auf eine neue Fährte. Jahrhunderte liegt die Geschichte zurück, die Opfer und Tatverdächtigen verbinden soll. Damals wütete ein Hexenjäger in Esslingen nahe Stuttgart und wollte der Magie Verdächtige auf dem Scheiterhaufen hinrichten lassen.

Michael Glasauer schrieb das Buch zu „Hüter der Schwelle“, Piotr J. Lewandowski führte Regie, in weiteren Rollen sind unter anderen Carolina Vera, Saskia Rosendahl und Victoria Trauttmansdorff zu sehen.

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