Gerechtigkeit statt Glamour

von Redaktion

ARD zeigt ein Porträt über Prinz Ludwig von Bayern und sein soziales Engagement in Kenia

Während seine Vorfahren einst kostspielige Schlösser bauten, investiert Prinz Ludwig von Bayern lieber in Menschen. Der Ururenkel des letzten bayerischen Königs Ludwig III. verbringt einen Großteil des Jahres in Kenia, um dort junge Menschen zu unterstützen.

Wie genau das soziale Engagement des Wittelsbacher Prinzen in Afrika aussieht, zeigt das Porträt „Prinz Ludwig – Vom Königsschloss ins Wüstenzelt“ (ARD, Sonntag, 17.30 Uhr), das in der Reihe „Echtes Leben“ ausgestrahlt wird. In seinem 30-minütigen Film begleitet Max Kronawitter den 37-jährigen Prinzen durch die afrikanische Wüste – und gibt nebenbei Einblicke, wie das Leben des künftigen Chefs des Hauses Wittelsbach zu Hause im Freistaat aussieht.

Als der Prinz vor fünf Jahren begann, in der kenianischen Wüste Computerkurse anzubieten, hielten das manche wohl für die Laune eines Adeligen. Mittlerweile hat sich sein Konzept allerdings bewährt. Seine Studenten haben eigene Computer-Unternehmen gegründet und können damit ihre Familien ernähren.

In die Schlagzeilen schafft es Prinz Ludwig von Bayern nicht durch Glitzer und Glamour, sondern mit seiner Vision für eine gerechtere Welt. Gerade das Thema Nachhaltigkeit liegt ihm am Herzen. Dass der Adelige seine vornehme Zurückhaltung dabei auch einmal über Bord wirft, wird im Porträt deutlich – etwa, wenn es darum geht, Mädchen vor der Verheiratung im Kindesalter zu schützen. Doch auch wenn sich der Prinz derzeit häufiger im nicht klimatisierten Flüchtlingszelt als im Königsschloss aufhält und die gleiche einfache Kost wie die kenianischen Studenten isst: Irgendwann einmal wird er Chef des Hauses Wittelsbach werden und in München ins Schloss Nymphenburg einziehen.

Kronawitter zeigt mit seiner Reportage die Kontraste im Leben des Prinzen auf. Er begleitet ihn in der High Society Deutschlands und im Kampf für die kenianischen Wüstenbewohner.    kna

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