„Ich bin glücklich und müde“

von Redaktion

GESPRÄCH „The Voice of Germany“-Gewinnerin Claudia Emmanuela Santoso am Tag danach

VON STEFANIE THYSSEN

Zwei Stunden hat sie geschlafen. Wenn’s hoch kommt. Dafür unzählige Hände geschüttelt, Glückwünsche entgegengenommen, Umarmungen erwidert und mehr als ein Tränchen verdrückt. Am Tag nach ihrem grandiosen Sieg im Finale von „The Voice of Germany“ merkt man Claudia Emmanuela Santoso an, wie erschöpft sie ist. Aber die Freude über den Erfolg ist ihr in jeder Silbe natürlich auch anzuhören. „Ich bin glücklich und müde“, bringt sie es in ihrer so reizenden, etwas schüchternen Art auf den Punkt.

Am Ende war es eine klare Angelegenheit. Mit fast der Hälfte aller Zuschauerstimmen hatte sich die 19-Jährige, die vor gut einem Jahr aus ihrem Heimatdorf in Indonesien zum Studieren nach München kam, gegen die anderen Finalisten Erwin Kintop, Fidi Steinbeck, Freschta Akbarzada und Lucas Rieger durchgesetzt. Claudias Engelsstimme hatte Millionen Menschen genauso mitgerissen wie die vier Coaches, die die Kandidaten durch die Staffel begleitet hatten.

Claudias Coach war die Sängerin Alice Merton (26) – ein Glücksfall für beide, wie die beiden Frauen betonen. „Alice ist wie eine Schwester für mich“, sagt Claudia. „Wir haben uns so gut verstanden, ich habe viel von ihr gelernt.“ Bleiben sie in Kontakt? „Natürlich“, lacht Claudia, „ich wünsche mir das jedenfalls sehr.“

Und wenn sie zurückblickt auf die vergangenen Monate – welche Erinnerungen werden ihr für immer bleiben? „Die Blind Auditions“, sagt sie. Also ihr erster Auftritt in der Show. Sie sang, ohne dass die Coaches sie sehen konnten, und traf mit ihrer Stimme mitten in deren Herz. „Das war ein unglaublich schöner Moment“, sagt Claudia. „Ich habe zum ersten Mal auf einer so großen Bühne gestanden und viel Applaus bekommen, damit hätte ich nicht gerechnet.“

Zweites Highlight sei dann das Finale gewesen. „Diese Sekunde, in der ich wusste, dass ich gewonnen habe – das war unglaublich!“ Und dann war da noch das Wiedersehen mit ihrer Familie. Ihre Mutter, die Schwester und eine Tante waren angereist, um Claudia im Finale zu unterstützen. „Sie bleiben jetzt noch eine Woche bei mir in München und lernen mein Leben hier kennen“, sagt sie: „Allein dafür werde ich ,The Voice of Germany‘ immer dankbar sein.“

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