Musik ohne Grenzen

von Redaktion

Die „Superhitparade der Volksmusik“ mit Carolin Reiber, die einst im ZDF lief, kehrt ins Fernsehen zurück

VON STEFANIE THYSSEN UND RUDOLF OGIERMANN

Ernst Mosch, Slavko Avsenik, Vico Torriani – allein diese Namen dürften bei vielen Zuschauern Erinnerungen an wunderbare Fernsehabende aufleben lassen. Es waren die Achtzigerjahre, und Carolin Reiber begrüßte Musiker wie die drei Genannten in der „Superhitparade der Volksmusik“ im ZDF. Zwischen 1983 und 2004 lief die Sendung einmal jährlich im Programm des Mainzer Senders. Darin traten jeweils die zwölf Monatssieger der ebenfalls von Reiber moderierten Sendung „Die volkstümliche Hitparade“ auf. Dann jedoch – unter Intendant Markus Schächter – wollte das ZDF mit Blick auf ein jüngeres Publikum lieber andere Musik spielen lassen. Die Moderatorin zog die Konsequenzen und gab ihre Formate auf.

Lang ist’s her, doch nun gibt es ein Wiedersehen mit den Stars von einst. Der Spartensender Deutsches Musikfernsehen (zu empfangen über Kabel, Satellit und im Internet) zeigt ab Samstag (20.15 Uhr) 13 Folgen der legendären Sendung. „Ich freue mich darüber natürlich sehr“, sagt Reiber im Gespräch mit unserer Zeitung, und ist sicher, dass die Künstler von damals „auch heute noch das Publikum begeistern“ würden. „Alte Volksweisen, wie sie der wunderbare René Kollo, Ivan Rebroff oder Rudolf Schock interpretiert haben, und die volkstümliche Musik – das ist Musik ohne Grenzen. Auch ohne zeitliche Grenzen.“

Was ist ihr besonders in Erinnerung geblieben? „Es war die Art der Präsentation, die unsere Sendungen so besonders gemacht hat. Allein diese Blumenpracht auf der Bühne! Wir hatten immer echte Blumen, keine falschen Nelken oder so“, lacht sie: „Das hat unser Publikum sehr gemocht.“ Kontakt zu den Künstlern hat Carolin Reiber noch immer. Erst kürzlich hat sie Oswald Sattler besucht, der viele Jahre bei den Kastelruther Spatzen dabei war. „Es ist immer schön, die Kollegen und Freunde zu treffen, wir ratschen miteinander und sind uns einig: Wir hatten die schönste Zeit!“

So sehr Reiber die Erinnerung liebt – sie hadert nicht mit der Gegenwart. Ganz im Gegenteil. Sie sieht blendend aus, ist bestens informiert über alles, was in der Fernsehwelt so vor sich geht, und freut sich besonders, dass ihr Freund Florian Silbereisen so erfolgreich ist. „2004 war er in meiner letzten Superhitparade. Da war er 13 Jahre alt, und ich wusste: Der wird mal ein ganz Großer!“

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