Ermittlerin im Loyalitätskonflikt

von Redaktion

Im zweiten Münchner „Polizeiruf“ mit Verena Altenberger geht es um illegalen Börsenhandel

VON CORNELIA DIECKMANN

Normalerweise geht es in Fernsehkrimis um Mord. Es gibt eine Leiche, die Kommissare ermitteln und nach eineinhalb Stunden ist der Mörder gefasst. Im neuen „Polizeiruf 110“ aus München mit dem Titel „Die Lüge, die wir Zukunft nennen“, zu sehen an diesem Sonntag um 20.15 Uhr, ist das anders. „Polizeiruf“-Neuling Verena Altenberger bekommt es in ihrem zweiten Fall als Ermittlerin Elisabeth „Bessie“ Eyckhoff mit Insiderhandel an der Börse zu tun.

Ein Firmenboss soll abgehört werden. Eyckhoffs Kollegen, die mit der Aktion betraut sind, können der Versuchung nicht widerstehen, ihre schmalen Polizistengehälter aufzubessern, und zocken mit. Doch die Sache fliegt auf, und „Bessie“ Eyckhoff muss gegen die eigene Truppe ermitteln. Das bringt sie in einen Loyalitätskonflikt.

Verantwortlich für diesen Krimi sind Günter Schütter (Buch) und Dominik Graf (Regie), die gemeinsam auch die hochgelobte, preisgekrönten „Polizeiruf“-Folge „Der scharlachrote Engel“ aus dem Jahr 2005 schufen. Nun also „Die Lüge, die wir Zukunft nennen“, ein rasanter Krimi, der auf verschiedenen Zeitebenen spielt und es dem Zuschauer nicht immer leicht macht, ihm zu folgen. Außergewöhnlich auch die Besetzung – Andreas Bittl, Berivan Kaya, Dimitri Abold, Robert Sigl und Sascha Maaz spielen die Kollegen der Ermittlerin.

Verena Altenberger (32), die am 15. September dieses Jahres mit „Der Ort, von dem die Wolken kommen“ ihren ersten „Polizeiruf“-Einsatz hatte, zeigte sich im Interview euphorisch über die Zusammenarbeit beim jüngsten Fall: „Ich bin immer noch sprachlos über diese unglaubliche Truppe. So viele höchst unterschiedliche Menschen sind an diesem Set zusammengekommen. Und alle auf der Suche nach dem zutiefst Menschlichen ihrer Figuren.“

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