Hinter der Kulisse

von Redaktion

Der neue „Tatort“ mit Meret Becker und Mark Waschke dreht sich um eine obskure Geheimgesellschaft

VON JULIA KILIAN

Gleich am Anfang dieses Krimis sieht man, wie mehrere Typen mit Kapuzen einen Studenten vom Fahrrad reißen und entführen. Im Amischlitten nehmen sie Benjamin (Anton von Lucke) mit in eine dunkle Halle. Schnell wird klar, dass er hier eine Mutprobe absolvieren soll, um einem Juristenbund beizutreten. „Primaner, sind Sie sicher, dass Sie die Probatio absolvieren wollen?“, fragt ihn einer. Er willigt ein – und soll einen obdachlosen Mann verprügeln. Was er schließlich auch tut – und damit seine erste Prüfung besteht. Als er später seine Freundin Luise (Paula Kroh) auf dem Gendarmenmarkt trifft, bekommt er einen geheimnisvollen Anruf und verschwindet. Kurz darauf wird eine gemeinsame Kommilitonin mitten auf dem Platz erschossen. Lautlos und aus der Distanz. War das etwa auch eine Prüfung? Steckt Benjamin hinter dieser Tat? Oder wer sonst hat den tödlichen Schuss abgegeben?

Rund um eine obskure Geheimgesellschaft dreht sich der neue Fall für die beiden Berliner ARD-„Tatort“-Ermittler Nina Rubin (Meret Becker) und Robert Karow (Mark Waschke) – es ist ihr elfter gemeinsamer Einsatz. Die Folge mit dem Titel „Das perfekte Verbrechen“ zeigt das Erste an diesem Sonntag um 20.15 Uhr. Die Elite, um die es hier geht, residiert in einer großen Villa, trinkt Schampus und geht zur Jagd. Die Mitglieder profitieren offensichtlich von großen Karrierenetzwerken, benutzen lateinische Floskeln – und raunen einander ein bestimmtes Mantra zu: „Ich kann, weil ich will, was ich muss!“

Die Berliner „Tatort“-Ermittler sind ein ungewöhnliches Duo. Mark Waschke spielt seinen Kommissar als ziemlich arroganten und direkten Typen. Meret Becker ermittelt eher lässig gekleidet und – meistens – mit Feingefühl. Bis 2022 sind die beiden noch als Team zu sehen, dann steigt Becker aus. Ihre Nachfolgerin wird Schauspielerin Corinna Harfouch, wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) kürzlich bekanntgab (wir berichteten).

Michael Comtesse schrieb das Drehbuch zu „Das perfekte Verbrechen“, Brigitte Maria Bertele führte Regie. Die 45-Jährige inszenierte im vergangenen Jahr auch „Die Pfalz von oben“, den Jubiläumsfall der von Ulrike Folkerts gespielten Ludwigshafener Kommissarin Lena Odenthal. In weiteren Rollen sind unter anderen Peter Kurth, Franz Pätzold, Johannes Scheidweiler, Lukas Walcher und Max Krause zu sehen.

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