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von Redaktion

Verstorbener Schauspieler Claus Biederstaedt wurde in Eichenau beigesetzt

Der Schauspieler Claus Biederstaedt ist am Freitag auf dem Friedhof seiner Heimatgemeinde Eichenau (Landkreis Fürstenfeldbruck) beigesetzt worden. Nur enge Freunde und Familienangehörige waren auf Einladung seiner Witwe Barbara gekommen. Wie berichtet, war Biederstaedt am Donnerstag vergangener Woche im Alter von 91 Jahren gestorben.

Der Schauspieler war das, was man früher einen Sonnyboy und Herzensbrecher nannte. Wenn er in Filmen wie „Drei Männer im Schnee“ oder „Charleys Tante“ auftrat, ging es ganz klar um die Liebe. Kein Wunder, war er doch dank seines Aussehens eine Art Idealbesetzung für die unverfänglichen Heimatfilme der Nachkriegszeit. Zudem hatte er ein fröhliches Lachen und vor allem eine einnehmende Stimme, die ihm sogar den Weg Richtung Hollywood ebnete – als Synchronsprecher von Weltstars wie Marlon Brando, Yves Montand und Paul Newman.

Seit einigen Jahren war es ruhiger um ihn geworden. Er litt unter Zungenkrebs, musste operiert werden und konnte nicht mehr auf der Bühne stehen – für ihn der größte Verlust, wie sein Sohn 2018 zum 90. Geburtstages seines Vaters erzählte. Stattdessen las Biederstaedt viel, hörte klassische Musik – und blickte gern auf das Vergangene zurück: „Ich bin dankbar, dass ich die goldenen Zeiten miterleben durfte.“

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