Er war ihre Inspiration, ihr Ideenlieferant, aber auch ihr Kraftmensch und Seelenverwandter. Erfolgsautorin Rita Falk (56, „Leberkäsjunkie“) hat jetzt ihren geliebten Ehemann Robert verloren. Nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von nur 60 Jahren, wie Falks Literaturagentur auf Facebook bestätigte.
Rita Falk musste bereits am 2. Juli im Krankenhaus für immer von ihrem Robert Abschied nehmen. Drei Wochen später versammelten sich Familie, Freunde und Weggefährten zu einer Trauerfeier mit Musik und persönlichen Reden in einem Waldstück unweit des ehemaligen Schulhauses, wo die beiden ihren Lebensmittelpunkt hatten. Den genauen Ort, südlich von Landsberg am Lech, wollte Rita nie verraten.
Es gibt dort eine Kirche, ein paar Bauernhöfe und wenige Häuser, unter anderem das alte Schulhaus mit dem großen Garten drumherum, das sich die beiden nach Ritas Erfolg kauften und zum Paradies ausbauten – mit einem Schwimmteich für Rita, einer Koppel für die Esel, einem Motorradstellplatz für Roberts Maschine. Abends saßen beide im Garten – und Robert erzählte Geschichten. Aus der Zeit, als er noch als Polizist in München, Regensburg und Landshut Streife fuhr. Rita saugte alles auf, kreierte ihren Macho und Antihelden Franz Eberhofer. Der katapultierte Rita wiederum in die Bestsellerlisten. Egal ob „Dampfnudelblues“, „Leberkäsjunkie“ oder jetzt aktuell, „Rehragoutrendezvous“. Die Münchner Constantin Film machte Kino- und Fernsehkracher daraus.
Gerade erst lief „Leberkäsjunkie“ in der ARD mit sensationellen Einschaltquoten von mehr als fünf Millionen. „Da wären wir gerne mit ihm zusammengesessen, wir hätten gern ein, zwei Bier getrunken und mit ihm darüber geredet, wie nahe er sich dem von seiner Rita erschaffenen Eberhofer fühlt“, schreibt die Literaturagentur.
Und Rita? Hat keinen Robert mehr, dem sie jeden Abend vorgelesen hat, was sie geschrieben hatte. „Er gibt dann seinen polizeilichen Senf dazu und kritisiert“, sagte sie einmal unserer Zeitung. Seine Stimme ist jetzt für immer verstummt. Seine Rita „trauert, wie sie noch nie vorher um jemanden getrauert hat“, heißt es von Seiten der Agentur. Aber sie habe sich ein Fahrrad gekauft, um neue Welten zu erkunden. Wir wünschen ihr alles Gute!