Mörderisches Bayern

von Redaktion

Die neue Mystery-Serie „Kohlrabenschwarz“ erzählt Böse-Nacht-Geschichten mit Comedian Michael Kessler

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Eine Frage, die sich den Figuren in der neuen Serie „Kohlrabenschwarz“ permanent stellt. Im Mystery-Sechsteiler, der ab diesem Donnerstag beim kostenpflichtigen Streamingdienst Paramount+ zu sehen ist, treiben unheimliche Gestalten aus deutschen Sagen und Märchen ihr Unwesen und begehen im Hier und Jetzt brutale Verbrechen. Comedian Michael Kessler spielt in dem Fantasykrimi den Polizeipsychologen Stefan Schwab, der sich gemeinsam mit Kommissarin Anna Leitner (Bettina Lamprecht) um die Aufklärung der Gräueltaten kümmert.

Herr Kessler, in der Serie bekommen Sie es mit Kriminalfällen zu tun, bei denen Sagengestalten eine Rolle spielen. Welches ist Ihr Lieblingsmärchen?

Als Kind habe ich wahnsinnig gern „Schneewittchen“ und „Rumpelstilzchen“ gehört, ich hatte ja noch so richtige Märchen-Schallplatten. In „Schneewittchen“ haben mich vor allem die sieben Zwerge begeistert, mit denen konnte ich mich prima identifizieren, weil ich so klein war. (Lacht.)

Die Serie basiert auf der gleichnamigen Hörspielreihe, an der Sie maßgeblich beteiligt waren.

Stimmt, ich saß mit dem Autor Tommy Krappweis in einem Münchner Biergarten, so richtig gemütlich bei Bier und Knödeln. Und da hatte ich spontan die Idee für diesen Stoff – und Tommy fand sie richtig gut. Zwei Monate später zeigte er mir ein Skript, in dem Mystery, Krimi, Humor und Horror drin waren, von allem ein bisschen – das hat mir gefallen.

Stecken in deutschen Märchen und Sagen viele Motive für TV-Serien?

Aber ja, das ist wirklich irre, gerade auch in den ganzen bayerischen Volkssagen vom Kraxelmann, dem blutigen Thomas und wie sie alle heißen. Die beiden spielen übrigens auch in der Serie eine Rolle. Das Tolle daran ist ja, dass man sich bei einer Sage nie ganz sicher sein kann, wie viel davon erfunden ist und wie viel nicht. Das macht das Unheimliche daran aus – und damit spielen wir natürlich auch in „Kohlrabenschwarz“.

Warum spielt die Serie in Bayern?

Das hat zum einen mit dem Produzenten Nico Krappweis und seinem Bruder Tommy zu tun, die beide Münchner sind. Und zum anderen damit, dass sich die wunderschöne Voralpenlandschaft und natürlich auch der Dialekt besonders gut fürs Thema Märchen eignen. Außerdem ist unsere Serie ja international zu sehen, und viele Zuschauer im Ausland verbinden das Bayerische einfach mit Deutschland.

Das Gespräch führte M. Weber.

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