Das Markenzeichen von Kommissarin Lucas? Sie ist spröde und ruppig im Umgang mit ihren Mitmenschen. Ihre Gefühle hält die Polizistin gerne im Verborgenen. Nach 20 Jahren geht sie nun in den Ruhestand. Ein Schritt, der ihr Angst macht. Das sagt sie – ungewöhnlich offen – in der letzten Folge der ZDF-Reihe. Zu sehen ist der Film mit dem Untertitel „Finale Entscheidung“ an diesem Samstag um 20.15 Uhr.
Wie Hauptdarstellerin Ulrike Kriener als Ermittlerin aufhört, wird hier nicht verraten. Autor Christian Jeltsch und Regisseur Thomas Berger widmen ihr ein ungewöhnliches Ende. Und sie lassen ihr Gefühlsleben durcheinandergeraten – was der Kommissarin gar nicht geheuer ist. Es gibt Tränen und Küsse, die sie mit zwei (!) Männern tauscht.
Lange Jahre hatte Ellen Lucas in Regensburg ermittelt, an ihrer Seite über viele Folgen hinweg noch Anke Engelke als ihre Schwester und der 2020 gestorbene Tilo Prückner als kauziger Vermieter. Vor zwei Jahren bekam die Reihe einen Neustart in Nürnberg, wo sich die eigenbrötlerische Kommissarin zunächst mit ihren dortigen Kollegen arrangieren musste. Zum Schluss wird jetzt das Vertrauen zwischen Ellen Lucas und ihrem Kollegen Werner Fitz (Sebastian Schwarz) auf die Probe gestellt. Denn Fitz hütet offensichtlich ein Geheimnis.
Für Ellen Lucas bekommt der Fall eine private Wendung: Sie trifft nach 20 Jahren den Kollegen Wolfram Truss (Rainer Bock) wieder. Und da ist noch Therapeut Niklas Roth (Stefan Kurt), mit dem sie eine persönliche Nähe verbindet. Plötzlich steht die Einzelgängerin zwischen zwei Männern. Der letzte Fall verlangt ihr und dem Team einiges ab. Irgendjemand hat eine Leiche nach Jahren ausgegraben und unter einer Brücke platziert. Wie sich herausstellt, hatte der Tote einen Anschlag auf den Christkindlesmarkt geplant. Um den Fall aufzuklären, bräuchte Lucas Zugriff auf Akten beim Landesamt für Verfassungsschutz – doch dort stößt sie auf Widerstand. Ihr Kollege Fitz verhält sich seltsam, und es dauert eine Weile, bis die Kommissarin den Grund herausfindet.
Aus Sicht Ulrike Krieners war es an der Zeit, die Kommissarin in den Ruhestand zu schicken. „Ich wollte nie den Satz hören: Die ist zu alt, die kann doch keine Waffe mehr halten!“, sagte die 68-Jährige im ZDF-Interview. Außerdem habe sie Lust auf Abenteuer und neue Begegnungen.