Das Leben unter dem Eis

von Redaktion

Dokumentarfilmer haben eine weitere Expedition der „Polarstern“ in die Arktis begleitet

VON INGA JAHN

Um zu zeigen, wie sich die Erde durch den Klimawandel verändert, hat ein Team aus Dokumentarfilmern erneut die Crew des Expeditionsschiffs „Polarstern“ begleitet. „Wer Zweifel an den Veränderungen hat, sollte sich diesen Dokumentarfilm anschauen. Auch, um die Hoffnung zu verstehen, die solche Projekte mit sich bringen“, sagt Produzent Marc Lepetit (50). So werde gezeigt, dass Leben auch unter widrigen Umständen entstehe. „Und dass die Forschung und die Erkenntnisse daraus für unseren Planeten und unser Leben wichtig und handlungsentscheidend sind.“ Bereits 2019/2020 hatte Lepetits Produktionsfirma einen Dokumentarfilm gedreht, der die Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Forschungseisbrecher zeigt. Die neue Dokumentation „Expedition Arktis 2 – Tauchfahrt am Nordpol“ ist heute Abend um 21.45 Uhr im Anschluss an den Spielfilm im Ersten zu sehen.

Für den Film begleiten die Kameramänner Manuel Ernst und Nils Vogt rund 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und die Schiffsbesatzung auf ihrer Reise zum Nordpol. Nicht im Winter wie 2020, sondern im arktischen Sommer. Meeresbiologin Antje Boetius leitet die Expedition.

Herausfordernd seien dabei nicht nur die Temperaturen und die Abgeschiedenheit gewesen, so Lepetit. „Wir folgen einer wissenschaftlichen Expedition – die Tagesabläufe sind vorgegeben, das Team muss diesen also folgen und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, was auch auf einem Schiff oder einer Eisscholle nicht immer einfach ist.“ Ziel der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sei es gewesen, neue Erkenntnisse zu gewinnen und das Leben unter dem Eis zu erkunden. „Und zwar zum ersten Mal in 4000 Metern Meerestiefe.“

Durch die schon während des Drehs der ersten Dokumentation entstandene Verbundenheit zwischen den Filmemachern und den Menschen an Bord der „Polarstern“ seien in der Doku auch sehr persönliche Momente zu sehen, so Lepetit. Zu zeigen, was Klimawandel ist, wie er funktioniert und welche Auswirkungen er hat, sei nicht nur der Reiz für die Produktion, sondern auch eine Aufgabe für die Produzentinnen und Produzenten solcher Projekte.

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