Und jetzt Urlaub: Franziska (Eva Löbau) hilft dem Kollegen (Hans-Jochen Wagner) nach Feierabend beim Dachdecken. © Benoît Linder/SWR
So früh wie nie verabschiedet sich der „Tatort“ in die Sommerpause. Am Pfingstmontag kommt mit dem Schwarzwald-Krimi „Letzter Ausflug Schauinsland“ – mit Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner – der vorerst letzte neue Fall um 20.15 Uhr im Ersten. Dann ist drei Monate keine Erstausstrahlung in Sicht. „Während der Fußball-EM und der Olympischen Sommerspiele sind keine Premieren für den Sonntagskrimi-Sendeplatz vorgesehen“, teilt die ARD-Programmdirektion in München mit. Die beiden sportlichen Großereignisse seien 2024 der Grund für die etwas längere Sommerpause. Die EM geht vom 14. Juni bis 14. Juli, Olympia in Paris vom 26. Juli bis 11. August.
Wie lang Deutschlands beliebteste TV-Reihe in diesem Jahr genau pausiert, ist laut der ARD noch nicht final geklärt. Es dürfte aber wohl bis zum 18. August dauern, bis wieder ein neuer Fall ausgestrahlt wird. Am 26. Mai ist noch ein neuer Münchner „Polizeiruf“ mit Johanna Wokalek als Ermittlerin Cris Blohm zu sehen.
Doch vorerst dürfen die Kollegen aus dem Schwarzwald ran: Die Frau, die wie schlafend in einem Kofferraum liegt, ist tot. Es ist die Leiche einer 36-Jährigen, die die Freiburger „Tatort“-Ermittler Franziska Tobler und Friedemann Berg in einem Auto finden. Wer auf Fernsehbilder à la „Bergdoktor“ hofft, wird von „Letzter Ausflug Schauinsland“ enttäuscht. Denn das Opfer ist eine forensische Gutachterin, die Handlung spielt überwiegend in einer geschlossenen Psychiatrie und nicht zwischen Bäumen und Wiesen an dem 1284 Meter hohen Schauinsland, Freiburgs Schwarzwaldberg.
Das Opfer wurde betäubt und erdrosselt. Der Kreis der Verdächtigen ist groß und wächst im Verlauf der Folge weiter an. Klassisch gerät zunächst der Ehemann ins Visier der Ermittler. Die beiden Psychologen hatten eine offene Ehe. Das Opfer – Dr. Lisa Schieblon – soll mehrere Affären gehabt haben. Wenn sie mal ein paar Nächte nicht nach Hause gekommen sei, habe er nicht viele Fragen gestellt, berichtet der Ehemann.
DNA-Spuren rücken die Arbeit der Gutachterin in den Mittelpunkt. In einer forensischen Klinik kümmerte sie sich um ein neues Gutachten für einen Gewalttäter mit Persönlichkeitsstörung. Hansi Pagel sitzt seit drei Jahren, weil er auf seine Frau und Kinder losgegangen ist. Ist er auch für den Tod der Gutachterin verantwortlich? Als ihn das Ermittler-Duo mit diesem Vorwurf konfrontiert, ist der Egozentriker außer sich und muss nach der Vernehmung fixiert werden. Sein psychisch labiler Zimmergenosse leidet unter seiner Abwesenheit – auch er hätte ein Motiv für die Tat. Die Ermittler haben alle Hände voll damit zu tun, das Geflecht rund um die Psychologin zu entwirren.
DPA