US-Star Whoopi Goldberg („Sister Act“) dankte Papst Franziskus für seine herzlichen Worte. Über 100 Comedians wurden vom Kirchenoberhaupt geehrt. © Simone Risoluti/afp
Papst Franziskus hat sich bei rund 100 internationalen Humoristen bedankt. „Denken Sie daran: Wenn Sie auch nur einem einzigen Zuschauer ein intelligentes Lächeln auf die Lippen zaubern können, bringen Sie auch Gott zum Lächeln“, sagte er im Vatikan vor Moderatoren, Comedians, Schauspielern, Komikern, Influencern und Cartoonisten aus 15 Ländern. Auch Deutschland war vertreten. Michael Mittermeier schenkte dem Papst ein Deutschlandtrikot, und auch Torsten Sträter, Hazel Brugger und Meltem Kaptan hörten dem 87-jährigen Franziskus andächtig zu, der voll des Lobes für ihre Zunft war.
Er habe Respekt vor den Künstlern, die mit der Sprache von Komik, Humor und Ironie die Menschen zum Lachen brächten, so Franziskus. „Damit verbinden Sie Menschen, denn Lachen ist ansteckend.“ Inmitten so vieler düsterer Nachrichten, sozialer und persönlicher Notlagen sei dies umso wichtiger. Humoristen gehörten zu den wenigen, die die Fähigkeit hätten, mit ganz unterschiedlichen Menschen verschiedener Generationen und kultureller Herkunft zu sprechen, so der Papst. Das fördere Frieden und helfe, Schwierigkeiten zu überwinden und den täglichen Stress zu ertragen, sagte er unter begeistertem Beifall. Zum Abschluss schüttelten alle Anwesenden dem Papst die Hand. Unter ihnen waren auch die US-Schauspielerin Whoopi Goldberg, Late-Night-Talker Jimmy Fallon, Satiriker Stephen Colbert und Schauspieler Chris Rock.
„Es war eindrucksvoll, erhebend, würdevoll“, sagte Torsten Sträter, der für die Audienz die übliche Mütze mit einem schicken Hut getauscht hatte. „Und man konnte dem Papst die Hand schütteln – ein Once-in-a-Lifetime-Erlebnis“, so der 57-jährige Comedian. „Wir haben alle schon Papstwitze gemacht, das ist vollkommen klar. Trotzdem hier zu sitzen, und der Papst hält eine Mischung aus Predigt und Rede – das war erhebend. Ich will gar nichts Ironisches, Komikermäßiges dazu sagen: Es war beeindruckend“, so Sträter. „Also, ich setze mich gleich mal auf einen Espresso in die Ecke und überlege, ob ich wieder in die Kirche eintrete.“ Dass er evangelisch geprägt sei, spiele keine Rolle. „Das ist doch ein und derselbe Gott!“
KNA