Dorns dunkle Vergangenheit

von Redaktion

An diesem Samstag gibt‘s den 20. Fall für die ZDF-Kommissarin

Welches Geheimnis hütet der Sizilianer Antonio (Peter Benedict)? Helen Dorn (Anna Loos) erfährt bei den Ermittlungen auch einiges über ihre eigene Familie. © Georges Pauly

Es ist ihr 20. Fall, und das ZDF feiert seine beliebte Ermittlerin Helen Dorn (gespielt von Anna Loos) mit einem außergewöhnlichen Krimi – geschrieben und inszeniert von Grimme-Preisträger Friedemann Fromm. „Helen Dorn – Der deutsche Sizilianer“ heißt die Jubiläums-Episode, die das Zweite an diesem Samstag um 20.15 Uhr zeigt. Ein komplexer Fall, der tief in die Vergangenheit der Kommissarin eintaucht und dunkle Geheimnisse ans Licht holt.

Nach einer Rundfahrt durchs Alte Land geraten Antonio Vizzante (Peter Benedict) und seine Tochter Luisa (Liane Forestieri) zufällig in einen Tankstellen-Überfall. In Notwehr überwältigen sie die brutalen Angreifer und töten sie. War das tatsächlich reine Verteidigung oder steckt mehr dahinter? Helen Dorn nimmt die Ermittlungen auf und stellt zu ihrer Verblüffung fest, dass Antonio, der sich als Sizilianer ausgibt, früher mal Ole hieß und nach einem Brand auf dem elterlichen Bauernhof spurlos verschwunden ist.

Mehr noch: Schon bald merkt Helen, dass der Fall sie auch persönlich betrifft. Es gibt Verbindungen zu ihrer vor Langem verstorbenen Mutter Elisabeth, und auch ihr Vater Richard (Ernst Stötzner), ebenfalls Polizist, kennt den Sizilianer. Toni und seine Tochter Luisa haben offensichtlich nicht nur ein Geheimnis, das sie belastet. „Ich lauf nicht mehr weg, nie wieder“, sagt Toni in einem emotionalen Zwiegespräch. „Und dann?“, fragt ihn seine Tochter. „Dann werden wir frei sein.“ Luisa zweifelt daran. Immer wieder werden die beiden zwischen Melancholie, Ratlosigkeit und Trübnis eingefangen.

Warum also wurde aus Ole Jacobsen Toni Vizzante, was ist passiert, als er gerade 16 war? Was hat Helens Familie damit zu tun? Und warum hat der vermeintliche Sizilianer mit mafiösem Verhalten scheinbar Macht über ein ganzes Dorf und die damit Verbandelten? Friedemann Fromm, der mit „Der deutsche Sizilianer“ seinen sechsten Film in Folge für die „Helen Dorn“-Reihe gedreht hat, glänzt mit einer subtilen Geschichte.

Diese sehenswerte 20. Episode der beliebten ZDF-Krimireihe hat eine komplexe Handlung mit mehreren Erzählsträngen, angereichert durch Rückblicke in die Vergangenheit der Protagonisten. Die Folge verrät noch mehr über Helen Dorns Herkunft. Bereits bekannt ist seit einer der ersten Episoden, dass ihre Mutter während der Schwangerschaft mit Helen eine Chemotherapie abgelehnt hatte und früh an Krebs starb. Mit ihrem Vater, einem ehemaligen Hauptkommissar, hatte sie immer ein angespanntes Verhältnis, was sich nach und nach aber verbessert. Ändert sich das wieder? Denn diese Geschichte erschüttert die sonst so kontrollierte Dorn in ihren Grundfesten.
aki/dpa

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