Uwe räumt weiter auf

von Redaktion

Die ARD zeigt zwei neue Filme der Müllabfuhr-Reihe mit Ochsenknecht

Herrliches Trio in Orange: Werner (Uwe Ochsenknecht, Mi.), Tarik (Aram Arami, re.) und der Neue, Motte (Marc Oliver Schulze). © Klein/ARD

Er beseitigt nicht nur den Müll von der Straße, sondern räumt für seine Mitmenschen auch die ein oder andere Alltagssorge aus dem Weg: Werner Träsch, der hilfreiche Berliner Müllmann von nebenan. Gespielt wird der Held der Filmreihe „Die Drei von der Müllabfuhr“ von Uwe Ochsenknecht. Wir sprachen mit dem 69-Jährigen.

Fahren Sie das Müllauto tatsächlich selber?

Nein, denn das dürfte ich schon aus versicherungstechnischen Gründen überhaupt nicht. Die Dinger sind mittlerweile auch ganz schön kompliziert, in so einem Auto ist viel digitale Technik verbaut, das könnte ich alles gar nicht bedienen. Deshalb werden alle Fahrszenen, bei denen man das Müllauto von außen sieht, von einem Double gemeistert – und die Szenen im Führerhaus, bei denen man mich deutlich erkennt, werden im Filmstudio gedreht, in dem lauter Monitore aufgebaut sind, auf denen die Aufnahmen von der Stadt und Landschaft draußen ablaufen. Der Unterschied zu einer echten Fahrt, bei der tatsächlich im Auto gefilmt wird, ist da praktisch nicht mehr zu sehen, das ist schon toll. Man ist in diesem Studio unabhängig vom Verkehr oder vom Wetter und kann da in Ruhe arbeiten.

Macht Ihnen die Rolle mittlerweile körperlich mehr zu schaffen als vor sechs Jahren, als die Reihe losging? Immerhin werden Sie nächstes Jahr auch schon 70 Jahre alt.

Na ja, wir drehen da ja keinen Actionfilm, also von daher geht es noch. (Lacht.) Die paar Mülltonnen hin- und herzuschieben, das schaff ich schon noch. Die sind ja auch nicht alle randvoll mit schwerem Zeug bepackt wie im richtigen Leben eines Müllmannes, sondern eher leicht befüllt. Ganz leer dürfen sie allerdings nicht sein, das würden die Zuschauer sehen. Davon abgesehen halte ich mich auch fit, ich spiele dreimal die Woche Tennis, ich gehe Joggen, ins Fitnessstudio und mit meinen Hunden spazieren. Außerdem ernähre ich mich bewusst, also das passt schon noch alles in Sachen Fitness.

Sie leben in Berlin und auf Mallorca. Wo klappt das mit der Müllentsorgung besser?

Da hat sich auf Mallorca einiges getan, da wurde früher der Müll nicht getrennt und es gab nur eine Tonne für alles. Das hat sich geändert und auch dort wird der Müll mittlerweile getrennt, was ich begrüße. Leider liegt immer noch einiges an Müll auf den Feldwegen und kleinen Schotterwegen rum, und dafür sind bei Weitem nicht nur die Touristen verantwortlich. Der wird auch von manchen Einheimischen da entsorgt – Bierdosen, Flaschen, Zigarettenschachteln, was weiß ich nicht alles. Das finde ich natürlich nicht so schön. Es ist schon traurig, dass viele Menschen kein Umweltbewusstsein haben.

Also läuft es in Berlin besser mit dem Müll?

Wenn er geholt wird schon. (Lacht.) Im Vergleich mit anderen Städten Europas macht Berlin echt einen guten Mülljob.

Haben Sie eigentlich durch die Reihe viele Fans unter den Berliner Müllmännern?

Mittlerweile ja, die winken uns zu, wenn wir in der Stadt drehen und sie gerade vorbeifahren. Wir drehen ja auch bei der Berliner Stadtreinigung, wo viele echte Müllmänner auch als Komparsen zu sehen sind. Die finden das glaube ich ganz gut, was wir da machen.

Der von Ihnen gespielte Müllmann Werner Träsch räumt nicht nur den Müll weg, sondern tut seinen Mitmenschen auch sonst allerlei Gutes. Gibt es in diesen unsicheren Zeiten ein verstärktes Bedürfnis nach solchen Feelgood-Filmen? Was meinen Sie?

Absolut. Meine Schwiegermutter zum Beispiel liebt die Filme. Sie ist eine echte Frau aus dem Volk. Sie sagt mir immer: „Uwe, ich liebe diese Filme, weil es mal nicht um Mord und Totschlag, sondern um ganz normale Leute und ihre Alltagssorgen geht.“ Wir zeigen das ganz realistisch und werden dabei aber nie kitschig. Das gefällt den Zuschauern in den heutigen Zeiten mehr denn je.

Sendehinweis

„Die Drei von der Müllabfuhr“ läuft heute um 20.15 Uhr im Ersten und ist in der Mediathek abrufbar.

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