Sarahs blaues Wunder

von Redaktion

„Unter Orcas“ – ARD zeigt beeindruckende Wal-Doku mit Popstar Connor

„Die Musik kam mir dazwischen“, sagt Popstar Sarah Connor, die eigentlich Meeresbiologin werden wollte. © Michael Bahlo

Begegnung mit den Meeresgiganten in den Gewässern Nord-Norwegens. © Kjetil Astrup/NDR

Sie sind die Giganten der Erde, angeführt von starken Müttern, ausgestattet mit einem hochsensiblen Kommunikationssystem: Doch Orcas, jene majestätischen Nomaden der Weltmeere, sind in höchster Gefahr. „Weil wir ihrem Lebensraum schon so viel Schaden zugefügt haben“, sagt Unterwasserkamerafrau Christina Karliczek Skoglund. Die Tierfilmerin ist mehrfach preisgekrönt. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, mit ihren beeindruckenden Bildern zu zeigen, wie schützenswert die sogenannten Killerwale sind. An ihrer Seite: Sängerin Sarah Connor, die im sehenswerten ARD-Dokumentarfilm „Unter Orcas“ als Botschafterin der Meeressäuger auftritt.

Mit sieben Jahren war Connor das erste Mal in einem Delfinarium. „Das hat mich zu Tränen gerührt“, sagt die 44-jährige Musikerin, die eigentlich Meeresbiologin werden wollte. „Auf der einen Seite war ich vollkommen fasziniert, auf der anderen hat mich die Gefangenschaft der Tiere wahnsinnig traurig gemacht“, erinnert sie sich. Heute setzt sie sich besonders für die bedrohten iberischen Orcas vor der Küste Spaniens ein. Ihre Population nehme ständig ab. „Sie sind in Verruf geraten, weil sie hin und wieder Segelboote beschädigen. Es ist ein spielerisches Verhalten, das sie zeigen.“

Connor trifft Tierfilmerin Christina Karliczek Skoglund in Nord-Norwegen. Dort ist das Wasser im Winter besonders klar und mächtige Heringsschwärme ziehen die Orcas an. Optimale Drehbedingungen „weil die Wale dann mit dem Fressen beschäftigt und danach sehr verspielt und entspannt sind“, erklärt die Kamerafrau im Film. Die Wassertemperatur liegt bei 7 Grad. Getaucht wird im dicken Neoprenanzug, aber ohne Atemgerät, um möglichst keine Geräusche zu machen. Auch Connor steigt ins Wasser und ist begeistert. „Außer den Geburten meiner Kinder hat mich nie etwas tiefer berührt als die Begegnung mit diesen intelligenten, starken und sensiblen Tieren.“

Die beeindruckende Doku von Anna Maria Behrends und Petra Tschumpel ist ab diesem Samstag in der ARD-Mediathek verfügbar.
ASTRID KISTNER

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