Sorgt sich um die Zukunft der Alpenlandschaft: Felix Neureuther. © Valerio Agolino/
Bergmassiv, so heißt es. Doch so mächtig und stark die Alpen wirken, so sehr sind sie in Gefahr. Einer der größten Bergstürze der Alpen vor wenigen Jahren hat es drastisch vor Augen geführt: Wie berichtet, stürzte 2017 in Bondo in der Schweiz eine riesige Menge Fels und Schutt aus steilen Bergflanken hinab ins Tal. Acht Wanderer wurden auf ihrer Tour von den Gesteinsmassen getötet. Dieses Unglück steht sinnbildlich für die Unberechenbarkeit der Natur. Und die Fragilität dessen, was so unangreifbar massiv wirkt.
Nicht umsonst kommen jährlich mehr als 100 Millionen Menschen in die Alpen – umringt von den mächtigen Felsen wirken die Problemchen des Alltags nichtig und klein. Allerdings verändert der Klimawandel die geliebte bergige Landschaft. Was Folgen für den Alpentourismus hat – und für die Menschen, die davon leben. Der ehemalige Skistar Felix Neureuther macht sich im Dokumentarfilm „Felix Neureuther – Alpentourismus in Gefahr“, den die ARD heute um 20.15 Uhr zeigt, auf die Reise, um herauszufinden, was wir tun müssen, um die Alpen auch zukünftig unbeschwert genießen zu können.
In Südtirol trifft der Sportler etwa auf den Landwirt Simon Messner, Sohn von Bergsteiger Reinhold Messner, der zwischen modernem Tourismus und jahrhundertealten Traditionen die naturfreundliche Balance sucht. Und er spricht mit Experten des Fraunhofer-Instituts darüber, ob künftig auch in Deutschland häufiger Felsstürze drohen. Ein Film, der den Stein ins Rollen bringen möchte: für ein Umdenken im alpinen (Über-)Tourismus.
KJK