„Lesen!“, empfiehlt Autorin und Literaturkritikerin Elke Heidenreich. Und viele folgen ihrem Rat. © Henning Kaiser/dpa
Der Umsatz des deutschen Buchmarktes ist im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent auf knapp 9,9 Milliarden Euro gestiegen (2023: plus 2,8 Prozent). Damit setzte sich das leichte Wachstum seit 2018 fort, abgesehen von einem vorübergehenden Rückgang im Jahr 2022. „Der Buchmarkt behauptet sich erfolgreich in angespannten Zeiten“, sagte die Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Karin Schmidt-Friderichs.
Umsatztreiber im vergangenen Jahr war die Belletristik mit einem Plus von 4,3 Prozent. Die Sparte, die Romane und Erzählungen umfasst, ist mit einem Anteil von knapp 37 Prozent am Buchmarkt die führende Warengruppe. Deutliche Zuwächse erzielten auch Sachbücher (plus 8,1 Prozent) und Schulbücher (plus 3,8 Prozent).
Besonders erfreulich sei, dass insbesondere junge Menschen mehr Bücher kauften, sagte die Vorsteherin. In der Altersgruppe 16 bis 19 Jahre hätten knapp zehn Prozent mehr Jugendliche eingekauft, in der Altersgruppe 20 bis 29 Jahre knapp acht Prozent mehr. In den anderen Altersgruppen nahm die Zahl der Käufer ab. Beängstigend sei, dass laut Pisa-Studie ein Viertel der 15-Jährigen funktionale Analphabeten seien, also den Sinn eines Textes nicht verstehen können. „Die Politik schaut tatenlos zu“, klagt Schmidt-Friderichs. Sie mahnt daher dringend eine Strategie zur Leseförderung an.EPD