Happy: Peter Maffay mit Ehefrau Hendrikje. © Hinz/api
Peter Maffay geht nicht mehr auf große Tournee. © Harrell
Genießt seine Freiheit und sein Familienleben: Musiker Peter Maffay. © Privat
Er ist ein Phänomen: Peter Maffay hat sich in den letzten 20 Jahren keinen Deut verändert. Die Falten waren immer schon da, genauso wie die Tattoos am Hals und der Ring im rechten Ohr. Dazu trägt er eine schwarze Lederjacke und hautenge Jeans. Maffay halt. „Ich halte auch mein Gewicht seit Jahren. Es sind immer 60 oder maximal 61 Kilo“, erzählt er, als unsere Kolumnistin ihn in München bei einer Benefizveranstaltung trifft.
Vor einem Jahr hat Maffay sich vom Tourneeleben verabschiedet. „Diese langen und vielen Konzerte nacheinander, das wollte ich nicht mehr. Eine Tournee braucht sehr viel Vorbereitung und das hält mich von zu Hause fern.“
Früher, so Maffay, sei das für ihn nicht so wichtig gewesen. „Das hat jetzt eine andere Bedeutung als vor 20 Jahren“, gibt er im Gespräch zu. Vor über zwanzig Jahren kam sein Sohn Yaris auf die Welt, aus der Verbindung mit Ex-Frau Tania. Acht Jahre später erfolgte die Trennung und ein fürchterlicher Scheidungskrieg. Vater und Sohn entfernten sich voneinander. „Ich war nicht der Vater, den er gebraucht hätte“, sagte Maffay schon früher zu unserer Zeitung: „Ich war viel zu selten da.“
Und genau den Fehler will er bei Tochter Anouk, die gerade sechs geworden ist, nicht wiederholen. Er verbringt so viel Zeit wie möglich mit ihr, am liebsten auf Mallorca oder am Starnberger See. Auf den roten Teppich nimmt er sie nie mit, auch zeigt Hendrikje die Kleine immer nur von hinten oder macht ihr Gesicht unkenntlich. „Wir versuchen, sie so gut es geht aus vielen Dingen rauszuhalten.“ Sie würden ein ganz normales Leben in Tutzing führen. Anouk wisse zwar um die Popularität ihres Vaters, „aber sie macht daraus nicht das, was man befürchten könnte“.
Um seiner Tochter die Welt zu erklären, haben er und seine vierte Ehefrau (geheiratet wurde 2022) bereits zwei Kinderbücher geschrieben. Hauptsächlich mache das seine Frau, so Maffay, mit viel Enthusiasmus und Empathie. Wenn Anouk ihm Zeit lässt, widmet sich Maffay weiterhin der Musik, spielt vereinzelt Konzerte. Wird es ein neues Album geben? „Ja, ich arbeite daran. Nächstes Jahr wird es so weit sein.“ Und auch Yaris und er haben sich angenähert, standen sogar gemeinsam auf der Bühne. Maffay ist angekommen. Endlich.M. ZSOLNAY