Waren neun Jahre glücklich: Mel Gibson und Rosalind Ross. Ihr Sohn ist acht Jahre alt. © Nelson/dpa
Mel Gibson ist einer der bekanntesten Kino-Stars der Welt. Heute feiert er seinen 70. Geburtstag – als Single. Wie nun bekannt wurde, haben sich Gibson und seine Lebensgefährtin Rosalind Ross nach neun gemeinsamen Jahren getrennt. „Auch wenn es traurig ist, dieses Kapitel unseres Lebens zu beenden, sind wir mit einem wunderbaren Sohn gesegnet und werden weiterhin die bestmöglichen Eltern für ihn sein“, erklärten Gibson und Ross gegenüber dem Magazin „People“. Wie er seinen Ehrentag begeht, ist nicht bekannt.
Viele Freunde in Hollywood dürfte Gibson nicht mehr haben, seit er bekannt hat, Anhänger von Donald Trump zu sein und vom US-Präsidenten sogar zum „Hollywood-Sonderbotschafter“ berufen wurde. Zum Außenseiter wurde er schon vorher durch antisemitische und homophobe Äußerungen und extrem konservativ-katholische Ansichten. Als bei der Feuerkatastrophe in Südkalifornien im Januar 2025 seine Villa in Malibu abbrannte, meinte er, der Verlust sei auch ein Segen und eine Läuterung gewesen. Er würde Gott völlig vertrauen und glaube, dass der Allmächtige ihn darauf vorbereite, „etwas Großes zu tun“. Er fühle sich nun dazu berufen, weitere Jesus-Filme zu drehen.
Bereits im August hatte der Regisseur und Schauspieler verkündet, im Frühjahr 2027 gleich zwei neue Filme über Jesus ins Kino bringen zu wollen. Das lange geplante Regie-Werk „The Resurrection of the Christ“ soll als Zweiteiler erscheinen, gab das Hollywood-Studio Lionsgate bekannt – Teil eins am Karfreitag (26. März 2027) und Teil zwei vierzig Tage später an Christi Himmelfahrt (6. Mai 2027). Die Auseinandersetzung mit der Auferstehung Jesu Christi ist die Fortsetzung von Gibsons umstrittenem Kreuzigungsfilm „Die Passion Christi“ (2004).
Zweifelsohne hat Gibson Kino-Geschichte geschrieben. Dem australischen Regisseur George Miller verdankt er seinen Durchbruch. Millers „Mad Max“ (1979) mit dem blutjungen Gibson als Action-Star in einer postapokalyptischen Welt wurde zum Kult. Es folgten die anspruchsvollen Peter-Weir-Dramen „Gallipoli“ und „Ein Jahr in der Hölle“, dann der Hollywood-Siegeszug mit „Lethal Weapon“. In der Blockbuster-Reihe schickte Regisseur Richard Donner seit 1987 Mel Gibson und Danny Glover viermal als Cops in Los Angeles auf Verbrecherjagd, zuletzt 1998 in „Lethal Weapon – Zwei Profis räumen auf“.
Für das Historien-Epos „Braveheart“, mit Gibson in der Hauptrolle als schottischer Freiheitskämpfer, wechselte er auch hinter die Kamera. Das brachte dem Star 1996 gleich doppelten Oscar-Ruhm. Er gewann die Trophäen in der Sparte Regie und als Produzent des besten Films. 2004 räumte Gibson mit „Die Passion Christi“ an den Kinokassen kräftig ab. Das US-Magazin „Forbes“ stufte den Regisseur damals als mächtigsten Künstler ein. DPA/THY