Beissl in Bedrängnis

von Redaktion

„Watzmann ermittelt“: Die ARD zeigt heute ein Special mit Andreas Giebel als Kommissar

Drehort: die Dokumentation Obersalzberg.

Blick in die gezogene Waffe: Kriminalhauptkommissar Beissl, gespielt von Andreas Giebel. © Krauth/ARD (2)

Das Team von „Watzmann ermittelt“ um Hauptkommissar Benedikt Beissl (Andreas Giebel) darf erstmals im ARD-Hauptabendprogramm auf Tätersuche gehen. Unter dem Titel „Die Tränen der Madonna“ ist ein 90-minütiger Film unter der Regie von Sabine Derflinger entstanden, der heute um 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird. Wie die ARD mitteilt, führt der Krimi tief in die Vergangenheit des Berchtesgadener Landes und konfrontiert die Ermittler mit einem Fall, der weit mehr ist als nur Mord. Dabei geht es um Verbrechen, Raubkunst und Schuld.

Ein Antiquitätenhändler wird erschossen aufgefunden. Aus seinem Geschäft fehlt das wertvolles Gemälde „Die Tränen der Madonna“. Für Kommissar Jerry Paulsen (Peter Marton) kein Zufall, dass ausgerechnet jetzt der berüchtigte Kriminelle Tarek Kristo (Luka Dimic) in Berchtesgaden auftaucht. Während Paulsen und Kollegin Sophia Strasser (Katharina Leonore Goebel) getarnt als Gäste in einem Hotel ermitteln, gerät Beissl in Lebensgefahr. Anton Hauser (Paul Wellenhof) hält ihn auf einer Berghütte fest. Parallel entwickelt sich im abgelegenen Hof von Antons Großmutter Maria Hauser (Marianne Sägebrecht) ein Drama um Schuld und Sühne…

„Der Spielfilm gibt uns andere Möglichkeiten – was die Figuren oder die Komplexität des Falls betrifft, aber auch die Härte der Themen“, sagt Goebel. Ihr Kollege Marton ergänzt: „Es ist wie zum ersten Mal mit dem 1. FC Berchtesgaden in der Bundesliga zu spielen und das Gefühl zu haben, dass sich der ganze Ort darüber freut.“ Sägebrecht meint zu ihrer Rolle: „Ich fand interessant, dass die Geschichte aus der Perspektive erzählt wird, wie die Nazis den Juden ihre Kunstschätze weggenommen haben. Man bekommt dadurch über eine andere Ebene Zugang zu dieser Zeit.“

Sogar die Dokumentation Obersalzberg hat ihre Räume für die Dreharbeiten geöffnet. „Ausschlaggebend dafür war die – bei allem Unterhaltungscharakter – ernsthafte Auseinandersetzung mit dem historischen Stoff im Drehbuch“, erklärt Dr. Sven Keller, Leiter der Dokumentation Obersalzberg, gegenüber unserer Zeitung. „Der historische Obersalzberg und seine Geschichte in der NS-Zeit werden nicht als effektheischende Kulisse genutzt, und unser Museum wird als das gezeigt, was es ist: als Ort der Information.“AFP/THY

Artikel 2 von 2