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von Redaktion

Krimis, Shows und Sport: Das sind die TV-Highlights des Jahres 2026

Auf sie bauen deutsche Fußballfans: Bundestrainer Julian Nagelsmann (li.) und Kapitän Joshua Kimmich. © Weller/dpa

Feiern Jubiläum: Thiel (Axel Prahl, li.) und Boerne (Jan Josef Liefers) lösen Ende des Jahres ihren 50. Fall. © WDR

Beim „Tatort“ spielen die Ermittler „Bäumchen wechsel dich“, die gigantische Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko wird im Sommer Millionen Fans vor den Bildschirm locken, und der anhaltende Serienboom bringt spannende historische Stoffe ins Wohnzimmer. Das Fernsehprogramm hat 2026 einiges zu bieten, und eigentlich gäbe es sogar einen schönen Anlass zu feiern: Der Eurovision Song Contest (ESC), der stets ein besonders schillerndes TV-Highlight ist, wird 70. Doch wegen der Teilnahme Israels und dessen Vorgehen im Gaza-Krieg boykottieren einige Länder das Musikereignis, das im Mai in Wien stattfindet: Ein dunkler Schatten liegt auf dem bunten Musikwettbewerb.

Der Januar steht traditionell im Zeichen großer TV-Events: Die RTL-Dschungelshow, die am 23.1. startet, ist wie üblich eines der ersten Spektakel des Jahres. Das ZDF setzt mit „Ku‘damm 77“ (ab 12.1.) seine süffige Historiensaga um eine fiktive Berliner Tanzschule fort. Der „Tatort“ startet mit Volldampf – an jedem Januar-Sonntag gibt es eine neue Folge, unter anderem mit den altgedienten Ermittlern Max Ballauf und Freddy Schenk (Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär): Im Krimi „Tatort: Die Schöpfung“ (11.1.) wird ein Mitarbeiter der Kölner Oper erschossen aufgefunden.

Stichwort „Tatort“: Bei der Krimireihe gibt es heuer so viele Personalwechsel wie lange nicht. In München lösen Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl ihren letzten Fall, ihre Nachfolger Carlo Ljubek und Ferdinand Hofer stehen schon in den Startlöchern. Rosalie Thomass steigt beim Franken-„Tatort“ ein, Stefanie Reinsperger in Dortmund aus. In Berlin geht Corinna Harfouch, in Wien hören Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser auf. Ein Fest wird der Jubiläums-„Tatort“ aus Münster Ende 2026: Jan Josef Liefers und Axel Prahl sind zum 50. Mal als Boerne und Thiel im Einsatz.

Bei den Serien hält der Trend zu historischen Stoffen an. Einer der Höhepunkte 2026 wird die finale Staffel von „Babylon Berlin“ (ARD, Ende des Jahres), die Saga über eine Mordkommission in der Weimarer Republik endet. Aus dem Serienangebot der Streamingdienste sticht „Vienna Game“ (Disney+) heraus, ein opulenter Sechsteiler über den Wiener Kongress von 1814/15, unter anderem mit Heike Makatsch und Axel Milberg. Die Miniserie „Sternstunde der Mörder“ (ARD, zweites Quartal) nach einem Roman von Pavel Kohout spielt im von Nazis besetzten Prag des Jahres 1945 und erzählt eine Parabel über die Mechanismen von Hass und Gewalt.

Weiteres Serienhighlight ist die Fortsetzung der Vampirsaga „Oderbruch“ (ARD), deren erste Staffel 2024 mit elf Millionen Abrufen die erfolgreichste Serie des Jahres in der ARD-Mediathek war. Auch interessant: Der ZDF-Mehrteiler „Downgrade“ über eine Luxushotel-Dynastie, die pleitegeht – die versnobte Sippe um den von Ulrich Tukur gespielten Hotelerben muss in einen Plattenbau ziehen. Was Einzelfilme angeht, haben die Sender bisher wenig Spektakuläres verkündet. Zu den Ausnahmen zählt „Olivia“, ein ZDF-Biopic über die Dragqueen Olivia Jones. Weil 2025 Dokureihen einer der auffälligsten TV-Trends waren, wollen die Sender 2026 in diesem Bereich am Ball bleiben – unter anderem mit einem ARD-Dreiteiler über den verstorbenen Rapper Xatar im Frühjahr. Vor dem Hintergrund der Fußball-WM (11.6. bis 19.7.) sind außerdem mehrere Dokus vorgesehen.

Und mit welchen TV-Shows ist 2026, im Jahr eins nach dem Rückzug des an Krebs erkrankten Thomas Gottschalk, zu rechnen? ProSieben plant für 2026 ein neues Format mit Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf und setzt im Frühjahr den Dauerbrenner „Germany’s next Topmodel” mit Heidi Klum fort. RTL dürfte weitere Spektakel mit Stefan Raab in der Pipeline haben, auch wenn der Erfolg des TV-Rückkehrers bisher mäßig war. Der deutsche Vorentscheid zum ESC kommt dieses Jahr ohne Raab aus – am 28.2. wird im Ersten der deutsche Beitrag für den europäischen Songwettbewerb gesucht, der Mitte Mai in Wien stattfinden soll.SKI

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