Münchener Freiheit verliert Drummer

von Redaktion

Nach 40 gemeinsamen Jahren: Schlagzeuger Rennie (70) muss neue Tour absagen

Die Kultband Münchener Freiheit bei einem Auftritt 2022 – damals noch mit Schlagzeuger Rennie (2. von re.).

Die Pop-Rock-Band Münchener Freiheit, die seit den Achtzigerjahren zu den erfolgreichsten deutschen Bands zählt, muss einen schweren Verlust verkraften: Schlagzeuger Rennie Hatzke (70) hat seinen Ausstieg aus der Band verkündet.

Bekannt ist die Münchener Freiheit unter anderem wegen ihrer Kulthits wie „Ohne dich“, „Tausendmal du“ oder „Herz aus Glas“ – in einem bewegenden Instagram-Post teilte die Band nun eine persönliche Nachricht ihres langjährigen Schlagzeugers mit ihren Fans. Das Posting auf dem offiziellen Account zeigt ein schwarz-weißes Foto von Rennie an seinem Schlagzeug – lächelnd und entspannt. „Zu meinem tiefsten Bedauern muss ich euch heute mitteilen, dass mein gesundheitlicher Zustand mir nicht mehr erlaubt, mit den Jungs auf Tournee zu gehen und für euch mit auf der Bühne zu sitzen“, schreibt Rennie in der von der Band weitergeleiteten Botschaft. Der Musiker, der über vier Jahrzehnte das rhythmische Rückgrat der Gruppe bildete, erklärt weiter: „Über vier Jahrzehnte lang seid ihr und die Band mein ganzer Lebensinhalt gewesen, der jetzt leider durch meinen Gesundheitszustand beendet wurde.“

Ab dem 13. März geht es für Sänger Tim Wilhelm, Aron Strobel (Gitarre), Alex Grünwald (Keyboard) und Micha Kunzi (Bass) wieder mit den größten Hits auf „Unterwegs“-Tour. Am 20. August werden die Jungs beim Open Air im Brunnenhof in München zu erleben sein. Die gute Nachricht: Ein Nachfolger für Rennie ist bereits am Start. „Mit Saša Marić hat die Band einen feinen Könner am Schlagzeug gefunden. Ich bitte euch, diesen Mann ebenso in euer Herz zu schließen wie mich, denn er verdient es sicherlich!“, appelliert der scheidende Drummer an die treue Fangemeinde.

Die Reaktionen der Anhänger unter dem Post zeigen die tiefe Verbundenheit zu dem Musiker. „Sehr traurig. Danke für die vielen schönen, lustigen und musikalischen Momente“, kommentiert eine Nutzerin. Ein Fan aus Argentinien schreibt auf Spanisch: „Lieber Rennie, aus Argentinien wünsche ich Ihnen alles Beste. Gott erleuchte Ihren Weg, und danke, ewig danke, dass Sie uns so viel von sich gegeben haben.“ Eine andere Person erinnert sich: „Ich habe es im Innersten geahnt und doch gehofft, dass es musikalisch für dich weiter gehen mag – anders, aber doch weiter.“

Der Tenor der Reaktionen ist einheitlich: Verständnis für die gesundheitsbedingten Gründe und Dankbarkeit für die jahrzehntelange musikalische Begleitung. „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Das mag dann wohl jetzt gekommen sein“, fasst eine Nutzerin die Situation zusammen und ergänzt: „Wir sollten Rennie so in Erinnerung behalten, wie er war. Pure Energie am Schlagzeug.“

Rennie selbst schließt seine Abschiedsbotschaft versöhnlich: „Ich möchte mich nun bei euch und der Band für all die Jahre der Freude und des Glücks bedanken und wünsche allen zukünftig noch viel Freude mit der Münchener Freiheit!“ Welche konkreten gesundheitlichen Probleme zu seinem Ausstieg führten, teilte der Musiker nicht mit.LEONI BILLINA

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