Seit über 20 Jahren ein Ehepaar: die Trumps.
Konzentriert bei der Arbeit, soll dieser Blick wohl heißen: Melania Trump. © Muse Films, Raeder/afp
Was für eine Zahl: Am vergangenen Wochenende berichtete der britische „Guardian“, dass für die Premiere von „Melania“ im Londoner Stadtteil Islington bis dahin nur eine einzige Eintrittskarte verkauft worden sei. Quelle war laut „Spiegel“ immerhin der Geschäftsführer von Vue, einem der größten Kinobetreiber im Land. Für die Vorstellung um 18 Uhr seien bis zu diesem Zeitpunkt zwei Karten reserviert worden. Wie viele Menschen am gestrigen Freitag wirklich gekommen sind, um den Film über Amerikas First Lady zu schauen, ist noch nicht überliefert, klar ist aber: Das Intereresse an der Doku hält sich enorm in Grenzen.
Dabei hat Amazon kräftig in die Tasche gegriffen. Der Streamingriese soll der Produktionsfirma von Melania Trump allein 40 Millionen Dollar für die Rechte gezahlt haben, rund 26 Millionen Dollar mehr als der nächstplatzierte Bieter, Disney. Zudem hat Amazon 35 Millionen Dollar für die Bewerbung des Film lockergemacht. Auch in München hängt Melania an vielen Bushaltestellen. Ein Schelm, wer denkt, dass sich Amazon und Boss Jeff Bezos damit die Gunst des Präsidenten erkaufen wollen.
Am Donnerstagabend hat die Produktion, die die 20 Tage vor der zweiten Amtseinführung von Donald Trump im Januar 2025 aus der Perspektive seiner Frau schildert, in Washington Premiere gefeiert – in Anwesenheit von Melania und Donald Trump. Der Film werde dem Publikum einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen, sagte sie. „Sie werden sehen, wie ich arbeite, wer ich bin, wie ich mit den Menschen kommuniziere, und sie werden ein bisschen mehr über mich erfahren“, hatte Melania Trump in einer US-Show gesagt.THY/DPA