„Gil inszeniert sich als Opfer“

von Redaktion

Hotelmitarbeiter ärgert sich über Ofarims Äußerungen

Die Äußerungen des frischgebackenen Dschungelkönigs Gil Ofarim (43) in der RTL-Sendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ sorgen für Fassungslosigkeit bei dem Hotelangestellten, dem der Musiker vor vier Jahren Antisemitismus vorgeworfen hatte. In einem Interview mit der „Zeit“ äußerte sich der Betroffene erstmals öffentlich. Er sagt: „Gil Ofarim inszeniert sich wie ein Opfer, obwohl ich das bin, und das ist schwer für mich.“

Ofarim hatte 2021 auf seinem Instagramkanal behauptet, von dem Hotelmitarbeiter antisemitisch beleidigt worden zu sein. Seine Vorwürfe stellten sich als falsch heraus – Ofarim nahm seine Darstellung zurück. Das Verfahren wurde eingestellt. Im RTL-Dschungelcamp legte Ofarim jetzt nahe, mit den Kameraaufnahmen aus dem Hotel, die den Angestellten vor Gericht entlasteten, habe womöglich etwas nicht gestimmt. Dieser sagte der „Zeit“ dazu: „Es macht mich fassungslos. Weder das Gericht noch der Videogutachter haben die Glaubwürdigkeit der Aufnahmen in Zweifel gezogen – ebenso wenig wie die Aussagen der Zeugen.“ Er sei nach den Vorwürfen damals zur Polizei gegangen und habe Anzeige gegen Ofarim wegen Verleumdung erstattet. „Meine Social-Media-Konten liefen über, ich wurde bombardiert in einem Ausmaß, das man sich nicht vorstellen kann. Sogar mit einer Morddrohung.“ Sein damaliger Chef habe ihm damals angeboten, ihn für einige Tage an einen sicheren Ort zu bringen. „15 Minuten später holte mich eine Limousine ab. Es war wie in einem Film.“DPA

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