Filme zum Verlieben

von Redaktion

Die besten Streamingtipps für einen romantischen Heimkinoabend

Beim Paartherapeuten: O. Colman und B. Cumberbatch in „Die Rosenschlacht“. © dpa

Kate Winslett und Jim Carrey im klugen Liebesfilm „Vergiss mein nicht“ (2004) – eine Ode an die Erinnerung. © Focus Features/Constantin Film

Nur die Liebe zählt – egal, ob mit Happy End oder ohne. Zum Valentinstag greifen die Streamingdienste in die Romantikkiste und bieten Heimkino für große Gefühle. Lustig, tragisch oder durchgeknallt – bei diesem Programm dürften nicht nur Paare, sondern auch Singles ihren Spaß haben.

Ein gut gealterter Klassiker mit Herz und Hirn ist „Harry und Sally“ von 1989 (bei Amazon Prime oder Sky). Können Männer und Frauen einfach nur befreundet sein? Das fragen sich Meg Ryan und Billy Crystal eine Dekade lang, bevor sie sich in die Arme fallen. Der Chemie der beiden Hauptfiguren, vor allem aber der empathischen Regie von Rob Reiner ist zu verdanken, dass am Ende die Hoffnung bleibt, dass manche Liebesgeschichten ziemlich holprige Wege nehmen, bevor sie glücklich enden. So wie in der Kultkomödie „Notting Hill“ (Amazon Prime), in der sich Hugh Grant und Julia Roberts einer Reihe von Missverständnissen stellen müssen.

Wer‘s diverser mag, dürfte das Oscar-gekrönte Kinowerk „Brokeback Mountain“ feiern, das 2005 das Kino eroberte. Ang Lees gleichgeschlechtliche Liebesgeschichte (verfügbar bei Sky) rüttelt mit den schwulen Cowboys Ennis del Mar (Heath Ledger) und Jack Twist (Jake Gyllenhaal) an einem uramerikanischen Mythos. Und auch die Oscar-prämierte Italien-Romanze „Call me by your name“ (bei Amazon Prime) lässt mit der wunderbaren Liebesgeschichte zwischen Timothée Chalamet und Armie Hammer Herzen höherschlagen.

Wer weder Lust auf Tragödie noch das märchenhafte „Dann lebten sie glücklich bis ans Ende ihrer Tage“ hat, schaut mit Michel Gondrys „Vergiss mein nicht“ (2004, zu leihen auf Amazon Prime) einen klugen Liebesfilm, dessen Handlung am Valentinstag am Strand von Montauk einsetzt. Joel (Jim Carrey) erfährt, dass seine Ex Clementine (Kate Winslet) sich die gemeinsame Beziehung mittels eines neuartigen Hightech-Verfahrens aus dem Gedächtnis hat radieren lassen. Impulsiv will er es ihr gleichtun. Erst zu spät merkt er, wie wertvoll diese Erinnerungen sind, und liefert sich eine irrwitzige Verfolgungsjagd durch sein Unterbewusstsein in dem Versuch, diese zu bewahren.

Singles – ob selbstbestimmt oder unfreiwillig – dürften von dem ganzen Trubel um den Valentinstag genervt sein. Ein gutes Gegengift ist Noah Baumbachs „Marriage Story“ (2019, verfügbar auf Netflix), in dem sich Scarlett Johansson und Adam Driver einen erbitterten Scheidungskrieg liefern. Und auch im rabenschwarzen Remake „Die Rosenschlacht“ (2025, zu leihen auf Amazon Prime) fliegen bei Olivia Colman und Benedict Cumberbatch die Fetzen.M. BRAUN/AKI

Artikel 3 von 3