Setzt auf Zeitungen: Warren Buffett. © Larry W. Smith/dpa
Ist das ein ermutigendes Zeichen für die Branche? Die lange von Milliardär Warren Buffett geführte Investmentholding Berkshire Hathaway ist nach Medienberichten bei der traditionsreichen „New York Times“ (NYT) eingestiegen, hält nun rund fünf Millionen Aktien im Wert von 351,7 Millionen Dollar. Die Aktie der Tageszeitung zeigte umgehend eine Reaktion und legte im nachbörslichen Handel um mehr als drei Prozent zu. Wenn Buffett sich an börsennotierten Unternehmen beteiligt, wird das seit Jahrzehnten als klares Qualitätsmerkmal wahrgenommen. Erst zum Jahreswechsel hatte der 95-Jährige seinen Posten als Chef der Holding an Greg Abel übergeben.
Die Beteiligung an der „NYT“ kommt umso überraschender, weil sich Berkshire noch vor sechs Jahren von allen seinen Zeitungsbeteiligungen getrennt hatte. Den damaligen Schritt hatte Buffett mit dem Niedergang der Branche begründet. Die „New York Times“ hat zwar ihre Wurzeln im Zeitungsgeschäft, ist heute aber ein Digitalunternehmen mit beliebten Spielen wie Wordle, der bekannten Sportplattform „The Athletic“ und zählt insgesamt mehr als zwölf Millionen digitale Abonnenten.
Hingegen reduzierte Berkshire seine Position bei Amazon deutlich. Die Investmentgesellschaft verkaufte im vierten Quartal knapp acht Millionen Aktien des Onlinehändlers und stutzte sie damit um 77 Prozent. Seit Längerem steht die Aktie des Unternehmens stark unter Druck, viele Investoren zweifeln, ob sich die hohen Investitionen in künstliche Intelligenz rechnen. Gegenüber ihrem Rekordhoch aus dem vergangenen November hat die Aktie mehr als 20 Prozent an Wert verloren. MM