Wanda Perdelwitz: Ihre letzten Filme

von Redaktion

Antoine Monot erinnert an seine verstorbene Kollegin aus der RTL-Reihe „Behringer und die Toten“

Seit 2024 spielt Antoine Monot Kommissar Behringer. Wanda Perdelwitz war von Anfang an dabei. © RTL+ (2)

Wanda Perdelwitz starb im Oktober 2025.

Er hatte ihr noch eine WhatsApp mit Genesungswünschen geschrieben: Er freue sich so auf das Wiedersehen mit ihr, auf die anstehenden gemeinsamen Dreharbeiten. Am Tag danach, dem 6. Oktober 2025, erreichte Monot und das ganze Team der RTL-Reihe „Behringer und die Toten – Ein Bamberg-Krimi“ dann aber die traurige Nachricht: Wanda Perdelwitz ist ihren Verletzungen infolge eines Fahrradunfalls erlegen. Im Herbst vergangenen Jahres war sie mit einer geöffneten Autotür kollidiert und wurde dabei so schwer getroffen, dass sie im Krankenhaus starb, im Alter von 40 Jahren (wir berichteten). „Das war für uns alle ein Schock“, erinnert sich Monot im Interview mit unserer Zeitung.

Am kommenden Dienstag sowie die Woche drauf am 10. März laufen nun zwei neue Folgen der RTL-Reihe – es sind die letzten filmischen Arbeiten von Wanda Perdelwitz. „Wenn die Zuschauer diese beiden Filme sehen, erleben sie Wanda in Bestform“, kündigt Sylke Poensgen von RTL an. „Mit großer Selbstverständlichkeit, Witz und Authentizität verleiht sie ihrer Figur noch einmal eine besondere Präsenz. Wir sind sehr dankbar für diese wertvolle Zeit mit ihr.“

Antoine Monot spielt seit der ersten Folge, die 2024 ausgestrahlt wurde, die Titelrolle als Hauptkommissar Behringer. Wanda Perdelwitz war ebenfalls von Anfang an dabei, als Charly Behlke, eine Polizistin, die nach einem Schusswechsel während eines Einsatzes im Rollstuhl sitzt. Behringer war seinerzeit mitverantwortlich für das Unglück. „Zwischen diesen beiden Figuren gab es deshalb immer eine ganz besondere Verbindung“, so Monot.

Auch abseits der Kamera verstanden sich Monot und Wanda Perdelwitz bestens. Was hat die Arbeit mit ihr ausgemacht? „Wanda ist für ihre Rolle eingestanden, wirklich eingestanden“, so der 50-Jährige. „Sie war streitbar im besten Sinne und hat immer versucht, für ihre Figur zu kämpfen. Sie hat sich so viele Gedanken gemacht – wie das ist, wenn man im Rollstuhl sitzt, wie man das spielt, wie man sich dann fühlt, was man tun kann und was nicht.“ Ganz unabhängig von der „normalen“ Arbeit an der Rolle habe sie sich sehr intensiv mit der Thematik beschäftigt. „Das hat man gespürt.“

Wie geht es nach dem tragischen Tod der Schauspielerin, die Mutter eines 2019 geborenen Sohnes war, nun weiter? In der Serie wird Charly nicht ersetzt werden, das steht fest. Die Idee, eine andere Schauspielerin diese Figur spielen zu lassen, wurde schnell verworfen. „Wanda fehlt uns“, erklärt dazu die Produzentin der Reihe, Berit Walch (Redseven Entertainment) auf Nachfrage unserer Zeitung. „Als Kollegin, als Künstlerin, als Mensch.“ Und weiter: „Sie hat Charly Behlke durch ihr herausragendes Spiel eine unverwechselbare Tiefe gegeben. Deshalb ist für uns klar: Niemand kann Wanda ersetzen – und niemand außer Wanda kann Charly spielen.“

Antoine Monot findet die Entscheidung richtig. „Wenn wir weitermachen dürfen, dann machen wir weiter und halten das Andenken an Wanda hoch. Behringer wird immer wieder an Charly denken und auch von ihr sprechen.“STEFANIE THYSSEN

Sendehinweis

Zwei neue Folgen von
„Behringer und die Toten“ laufen am 3. und 10. März, jeweils um 20.15 Uhr, bei RTL.

Artikel 2 von 2