Mörderisches München

von Redaktion

Eisbach, Olympiaturm, Gasteig: Die Drehorte im „Tatort“ mit Batic und Leitmayr

Im Sommer 2018 fanden die Dreharbeiten zu der Folge „Die ewige Welle“ am Münchner Eisbach statt. © Heiden/BR

Wenn Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec auf ihre 35 Jahre als Münchner „Tatort“-Kommissare zurückblicken, müssen sie selbst manchmal staunen, wo überall sie vor der Kamera gestanden haben – neben den unzähligen Wohnungen, in denen sie Verbrecher dingfest gemacht oder zumindest befragt haben. Gleich zwei Mal ermittelten Ivo Batic und Franz Leitmayr auf dem Oktoberfest: für die Folge „A gmahde Wiesn“ (2007) und für „Die letzte Wiesn“ (2015) – jeweils ein „Guerilla-Dreh“, wie Wachtveitl sich erinnert, wegen der vielen Besucher, die ein konzentriertes Arbeiten mitunter schwierig machten.

Ein Dreh musste vom Pentagon genehmigt werden

Für die Folge „Außer Gefecht“ (2006) ging‘s in den Olympiaturm. In der dramatischen Schlussphase des Films hangelt sich Batic (Miro Nemec) durch einen Aufzugschacht, um seinen Kollegen Leitmayr (Udo Wachtveitl) zu retten. Gedreht wurde außerdem im Zoo („Einmal wirklich sterben“, 2015), auf dem Friedhof („Klingelingeling“, 2016), am Eisbach („Die ewige Welle“, 2019), in der Philharmonie („Dreams“, 2021), im Kloster („Wunder gibt es immer wieder“, 2021), zwei Mal im Gefängnis („Die Heilige“, 2010, und „Das Wunderkind“, 2024), in einer Schrebergarten-Siedlung („Hackl“, 2023) und sogar in der Kanalisation („Schau mich an“, 2024). Ein Schauplatz, der beiden bis heute in besonderer Erinnerung ist, ist die jüdische Gemeinde. Im Jüdischen Zentrum am Jakobsplatz fand 2011 eine Vorab-Premiere der Folge „Ein ganz normaler Fall“ statt, mit anschließender Diskussion.

Die wohl aufwendigste Vorbereitung für einen Dreh betraf in all den Jahren allerdings einen Ort außerhalb der Stadt: Die Folge „Charlie“, ausgestrahlt im März 2025, spielt auf dem echten Truppenübungsplatz Hohenfels in der Oberpfalz. Die Genehmigung für die Dreharbeiten musste dafür von allerhöchster Stelle kommen: aus dem US-Verteidigungsministerium. Irgendwann war es nach langen Verhandlungen so weit: „Pentagon has no objections“, stand in der Mail damals, die den Weg frei machte für die Produzenten Oliver Schündler und Boris Ausserer (Lucky Bird Pictures). „Das Pentagon hat keine Einwände.“STEFANIE THYSSEN

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