Hebamme mit Herz

von Redaktion

Heute startet die zwölfte Staffel der ZDF-Familienserie „Lena Lorenz“ mit Judith Hoersch

Seit 2019 spielt Judith Hoersch die Titelrolle als Lena Lorenz. © Krause/ZDF

Langweilig wird es im Leben von Lena Lorenz nicht: Die Hebamme aus der gleichnamigen ZDF-Serie stemmt nicht nur ihren fordernden Job zwischen Klinik und Praxis, sondern auch ein buntes Familienleben. Dazu gehören neben vielen fröhlichen Momenten auch Frust, Enttäuschung und ein Abschied. Im Zentrum steht nicht allein Hauptdarstellerin Judith Hoersch als Lena, sondern auch ihre TV-Mutter Eva Mattes – ein glaubwürdiges Mama-Tochter-Duo, das sich auch hinter der Kamera gut versteht. Die erste von sechs neuen Folgen der Reihe „Lena Lorenz“ ist heute um 20.15 Uhr zu sehen. Zum Streamen stehen bereits alle Folgen zur Verfügung.

Worum dreht sich Lenas Alltag? In der ersten Folge mit dem Untertitel „Muttergefühle“ betreut Lena die junge Mona (Carla Hüttermann), die ihr Baby zur Adoption freigeben möchte. In dem Paar Katina und Jan (Mina Tander und Tom Beck) hat sie engagierte und liebevolle Eltern gefunden. Je näher der Geburtstermin rück, desto mehr zweifelt Mona an ihrer Entscheidung. Die Situation spitzt sich zu, Lena versucht zu vermitteln.

In den weiteren Folgen reicht Lenas Einsatz über die reine Geburtshilfe hinaus: Sie ist Kummerkasten, Beziehungsberaterin, Problemlöserin. Schwierig wird es, als eine neue Hebamme in der Klinik anfängt. Nach anfänglicher Begeisterung über die Kollegin Gesa Hahn (Anna Fischer) bekommt Lena in der fünften Folge ernste Zweifel an der fachlichen Kompetenz der jungen Frau.

Was passiert Neues in ihrer Familie? Rob Manzini (Seán McDonagh) möchte mit ihr zusammenziehen, doch Lena zögert, vor allem weil gerade erst seine Tochter Michelle (Saron Degineh) in sein Leben getreten ist. Lena fällt es nicht leicht zu akzeptieren, dass Rob jetzt auch viel Zeit mit ihr verbringen will. Und dann taucht auch noch Evas Schwester Liz White (Bettina Redlich) auf. Das Verhältnis der beiden Frauen ist angespannt. Eine düstere Nachricht ändert alles.

Was sagen Judith Hoersch und Eva Mattes? Beruflich werde Lena mit wichtigen Themen konfrontiert und privat werde es nicht ganz einfach, sagt Hoersch im ZDF-Interview. Da sei Lenas Wunsch nach einem gemeinsamen Zuhause mit ihrem Freund Rob, „aber seine Tochter Michelle spielt plötzlich auch eine Rolle in seinem Leben und dann taucht noch Tante Liz auf“. Lena befinde sich in einem Spannungsgefüge zwischen Beruf und Privatleben. „Das mag ich so an der Figur, sie muss immer jonglieren.“ Für Serien-Mutter Eva wird die Rückkehr ihrer Schwester Liz zur emotionalen Herausforderung. Darstellerin Eva Mattes sagt über ihre Rolle: Eva müsse sich erst damit anfreunden, dass Liz zurück ist. „Da wird Eva auch mal etwas ruppig, obwohl sie das nicht wirklich will.“ Dann stellt sich heraus, dass Liz krank ist.

Judith Hoersch und Eva Mattes verbindet auch privat ein enges Verhältnis. Manchmal wirklich beinahe wie Mutter und Tochter, findet Hoersch. „Vor allem aber sind wir humorvoll zusammen – es wird immer gelacht und uns geht der Gesprächsstoff nie aus.“ Eva Mattes ergänzt: „In unserer Mütterlichkeit wechseln wir uns allerdings ab, wir fragen uns gegenseitig um Rat, und wenn wir Sorgen und Nöte haben, stehen wir uns bei, haben ein offenes Ohr füreinander.“

Fazit: Auch wenn die Geschichten nahe an der Grenze zum Kitsch und etwas betulich sind, bleibt „Lena Lorenz“ auch in der zwölften Staffel eine unterhaltsame, mit viel Herzblut erzählte und gespielte Familienserie rund um die Sorgen und Freuden werdender Eltern.UTE WESSELS

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