Der Kommissar mit dem Schäferhund ist zurück: Nach mehr als 20 Jahren haben der ORF und Sat.1 gemeinsam eine neue Staffel „Kommissar Rex“ auf den Weg gebracht. Maximilian Brückner ist als Kommissar Max Steiner zu sehen, der Hund Capo als Rex. Am Montagabend um 20.15 Uhr ist die erste Folge auf Sat.1 zu sehen (alle Folgen auch auf Joyn). Wir haben Hauptdarsteller Maximilian Brückner zum Gespräch getroffen – und über Kindheitserinnerungen und Schwierigkeiten beim Dreh mit Hund gesprochen.
Herr Brückner, wieso jetzt eine Neuauflage?
Ich glaube, was bei Kommissar Rex funktioniert, ist: Der ist nicht bestechlich. Vielleicht mit einem Leckerli. Aber der korrumpiert nicht, wie ein Mensch das tut. Das ist das, was die Menschen an Tieren, und besonders an Hunden, mögen. Gerade in diesen Zeiten, wo der Moralkompass immer mehr verschwindet. Und die Kombination Hund und Kommissar ist etwas Einzigartiges.
Wieso passt die Rolle zu Ihnen?
Ich war ja schon mal „Tatort“-Kommissar, das war auch toll, ’ne Riesenehre. Wahrscheinlich hätte ich vor zehn, 15 Jahren noch nicht „Kommissar Rex“ gemacht. Das ist vielleicht eine Altersfrage. Jetzt habe ich drei Kinder, und ich wollte denen das Gefühl mitgeben, das ich damals hatte: Kommissar Rex war für mich der erste Superheld.
Also haben Sie die Serie selbst gerne geschaut?
Ja, natürlich! Ich habe meinen Kindern, die sind zwischen drei und neun, die neuen Folgen gezeigt, und das hat total funktioniert. Die reden die ganze Zeit vom Hund.
Wer war Ihr Lieblingsdarsteller?
Tobias Moretti, mit dem bin ich groß geworden. Ein fantastischer Schauspieler. Aber Kommissar Moser war ’ne ganz andere Figur als jetzt Max Steiner – wir sind auch äußerlich sehr verschieden.
Was war die größte Herausforderung beim Dreh?
Du musst dein Hirn aufspalten, sodass du beim Hund bist und gleichzeitig in der Szene. Es wirkt leicht, ist es aber nicht. Und ein Hund geht nicht von A nach B in einer geraden Linie, manchmal geht er ganz andere Wege. Das macht Spaß.
Wie war das Kennenlernen mit dem Hund?
Ne Katastrophe. (Lacht.) Für das Casting hatte ich einen anderen Hund, der hat gut mitgemacht. Aber der Capo (der Schäferhund, der Rex spielt; Anm. d. Red.) war ganz jung und aufgeregt und ist vor mir weggelaufen. Das war so peinlich.
Wie haben Sie das gelöst?
Ich bin nach Erding zur Filmtier-Ranch gefahren, wo die Hunde trainiert werden, da war das gleich weg. Der musste einfach lernen, dass von mir keine Gefahr ausgeht. Ich glaube, es lag beim Casting daran, dass ich in der Früh bei uns auf dem Hof Schafe eingefangen und dann einfach nach Schaf gerochen habe. Das hat ihn wohl verwirrt.
Wie ist die Beziehung jetzt?
Jetzt läuft es super. Es war Liebe auf den zweiten Blick. Und die ist vielleicht sogar stärker. Wir hatten eine Szene, in der ich emotional ausrasten muss. Der Hund hat gemerkt, dass sich die Kamera ganz langsam und leise annähert. Da ist er aufgesprungen und hat mich verteidigt, das hat mich berührt. Ich habe das Gefühl, ich gehöre jetzt zum Hunderudel.
Ihr Bruder Florian ist der neue „Meister Eder“, Sie sind der Neue in „Kommissar Rex“ – gibt es da familienintern einen Wettbewerb?
Wir spielen beide mit ungewöhnlichen Partnern zusammen. Mein Bruder mit einer Zeichentrickfigur, ich mit einem Hund. Das ist beides schön. Wobei ich sagen muss: Der Flo hat sich schon bewährt. Jetzt müssen wir halt schauen, ob das bei uns auch funktioniert.