Der DFB startet einen eigenen Sender mit Live-Übertragungen

von Redaktion

Live aus dem Trainingslager: Ziel des neuen Senders ist es, „Themen aus dem DFB-Kosmos zu bündeln“, so die Verantwortlichen. © Federico Gambarini/dpa

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) startet einen eigenen TV-Sender. DFB.TV geht bereits am 22. Mai auf Sendung, ist allerdings nicht gratis, sondern läuft als Bezahl-Angebot. „Das Ziel von DFB.TV ist, Themen aus dem DFB-Kosmos zu bündeln, die derzeit nicht im medialen Hauptinteresse sind oder verstreut gezeigt werden“, sagte Generalsekretär Holger Blask.

Was zeigt der neue Sender?

„Inhalte, die bislang nicht zu sehen oder auf unterschiedlichen Plattformen verstreut waren, werden nun gebündelt“, erklärte Blask. Zum Programm des neuen Senders gehören Live-Übertragungen der Junioren-Nationalteams, der 2. Frauen-Bundesliga, vom Finaltag der Amateure bis hin zu Futsal, Beach Soccer und dem DFB-Pokal. Der Sender begleitet zudem die A-Nationalmannschaften durch Trainingslager, Länderspiele und Turniere. Mit weiteren Angeboten wie etwa der Verleihung des Julius-Hirsch-Preises oder der Sepp-Herberger-Awards sowie Archivmaterial soll ein Acht-Stunden-Programm entstehen, das dreimal pro Tag abgespielt wird.

Was läuft nicht bei DFB.TV?

Die wichtigsten Wettbewerbe des DFB laufen nicht bei dem neuen Sender, etwa die Spiele der Männer- und Frauen-Nationalmannschaften, des DFB-Pokals und der Frauen-Bundesliga. Vereinfacht ausgedrückt: Alles, was der Verband direkt oder indirekt über TV-Rechte verkauft, ist für DFB.TV tabu. Es solle keine Konkurrenz zu Übertragungen bei etablierten TV-Sendern entstehen.

Wo können Fußballfans das Programm sehen?

DFB.TV ist ein linearer Sender, der über bestehende Pay-TV-Sender ausgestrahlt wird. Verträge hat der Verband bisher mit den Plattformen HD+, Vodafone, Zattoo und DAZN. Nach Möglichkeit sollen Sky, Telekom und andere folgen. Es „laufen aktuell noch konstruktive Verhandlungen“, erklärte der DFB. Wer kein entsprechendes Abonnement hat, kann über das Internet zuschauen. „Neben dem linearen Kanal auf diversen Plattformen wird es auch die DFB-TV+App geben, auch vor dem Hintergrund, dass wir allen den Zugang ermöglichen wollen“, sagte Blask. Allerdings muss auch das bezahlt werden.

Was kostet das Angebot?

Die App DFB.TV+ kostet monatlich 5,99 Euro und im Jahresabonnement 59,99 Euro. Wer den neuen Sender über ein bestehendes Abo bei einem Pay-TV-Anbieter schaut, hat keine zusätzlichen Kosten.

Wann startet DFB-TV?

„Wir haben einen fertig konfektionierten Sender, ready to broadcast“, sagte Blask. Der Senderstart ist für den 22. Mai geplant, einen Tag später werden bereits Live-Spiele des Finaltags der Amateure zu sehen sein. Als „weiteres Highlight“ bezeichnet der Verband die Begleitung der Nationalmannschaft bei der WM vom Team-Basecamp und aus dem „German House of Soccer“ in den USA.

Wie wird DFB.TV produziert?

Produziert wird das TV-Angebot von der Sportainment Media Group aus Hamburg, mit der der DFB ein Joint Venture gründet. Sportainment ist ein etabliertes Medienunternehmen, das selbst Sender wie etwa Sportdigital Fußball betreibt. Der DFB bescheinigt den Hamburgern „erhebliches Know-how beim technischen und redaktionellen Sendebetrieb, der Distribution und der Weiterentwicklung moderner TV- und OTT-Plattformen“. Sportainment-Chef Gisbert Wundram kommentierte: „Wir sind sehr stolz darauf, diesen Weg gemeinsam mit dem DFB gehen zu können. Das ist für unsere Unternehmensgruppe ein echter Meilenstein.“ Wundram ist auch Geschäftsführer von DFB.TV.

Artikel 3 von 3