Zwischen Mitgefühl und Mord

von Redaktion

„Tatort: Gegen die Zeit“ – die Wiener Kommissare lösen an diesem Sonntag ihren vorletzten Fall

Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer, re.) ermitteln in einer Wohngruppe. © K. Mückstein

Zwischen diese beiden passt kein Blatt: Oberstleutnant Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Majorin Bibi Fellner (Adele Neuhauer). In ihrem vorletzten Fall ist die tiefe Verbundenheit zwischen den Wiener Ermittlern so weit fortgeschritten, dass sie sich auch ohne Worte verstehen oder gelegentlich im selben Moment dasselbe sagen. Überhaupt stellt der „Tatort: Gegen die Zeit“, den das Erste an diesem Sonntag um 20.15 Uhr zeigt, noch einmal auf schön beiläufige Weise die Qualitäten der beiden ins Schaufenster: ihre Erfahrung, ihre Gelassenheit und ihr Mitgefühl. Eigenschaften, die Eisner und Fellner allesamt im aktuellen Fall benötigen.

Fünf Jungen zwischen 14 und 18 Jahren leben in der pädagogischen Wohneinrichtung „Sonnenhof“, dazu vier erwachsene Betreuer. Nun ist Teamleiter David (Roland Silbernagl) tot – erschlagen auf offener Straße vor dem Haus. Und der 16-jährige Cihan (Alperen Köse) über Nacht verschwunden. Die Kommissare machen sich daran, das Gewirr aus Beziehungen, Abhängigkeitsverhältnissen und Animositäten zwischen den Bewohnern zu durchdringen. Dabei ist große Sensibilität vonnöten, schließlich handelt es sich um traumatisierte Kinder. „Gegen die Zeit“ erweist sich als wunderbare Würdigung des beliebten Wiener Duos, deren finaler Fall noch 2026 ausgestrahlt wird.KATHARINA ZECKAU

Artikel 2 von 6