Aller guten Dinge sind drei

von Redaktion

Fanta-4-Rapper Thomas D in München: Voriges Jahr Bandscheibenvorfall, heuer Technikprobleme

Die Technik machte Rapper Thomas D im Muffatwerk einen Strich durch die Rechnung. © Marc Kniepkamp

Manchmal ist es einfach wie verhext. Thomas D & The KBCS in München – es hat auch zum zweiten Mal nicht so geklappt wie geplant. Der Rapper und seine Band mussten ihr Konzert im Ampere im Muffatwerk wegen technischer Probleme nach etwa eineinhalb Stunden vorzeitig abbrechen – dabei wollten sie mit ihrer engagierten Performance die Scharte aus dem Vorjahr auswetzen.

Rückblende: Vor einem Jahr lag der Rapper mit doppeltem Bandscheibenvorfall im Backstage-Bereich des Ampere. „Ich konnte nicht aufstehen, an einen Auftritt war nicht zu denken“, erinnert sich Thomas D. „Sechs Wochen auf Opiaten, das war die gute Seite der Medaille“, scherzt er auf der Bühne über seine Leidenszeit vor einem Jahr.

Dieses Mal ging alles gut los: Um seine Fitness unter Beweis zu stellen, absolvierte Thomas D zunächst einige Kniebeugen auf der Bühne. Alles wieder gut! Und wie – der Rapper und seine fünfköpfige Band brauchen keine Aufwärmphase. Sofort greift alles ineinander. Harmonie und Flow sind für das Publikum spürbar, die positive Energie verbreitet sich im ganzen Raum.

Umso drastischer reißt die erste Unterbrechung beim vierten Lied des Abends Band und Publikum aus dieser gemeinsamen Schwingung. Mitten im entspannt dahingleitenden „Nur Mut“ verabschiedet sich plötzlich das Monitorpult. Ein gellendes, weißes Rauschen bricht mit voller Wucht aus den Boxen hervor; Zuschauer halten sich die Ohren zu, während die Musiker sich hastig die Kopfhörer herunterreißen.

Den bestens aufgelegten Thomas D bringt das zunächst nicht aus der Ruhe. Mit einem Augenzwinkern wendet er sich ans Publikum („Ich hatte mich eh beinahe in der ersten Strophe verrappt“) und setzt noch mal von vorn an. Mit viel Humor führt er durch den intimen Abend im Ampere – und wäre da nicht diese widerspenstige Technik, es wäre ein rundum perfektes Konzert gewesen.

Doch die Ausfälle kehren zurück, in immer kürzeren Abständen. Beim vierten Mal bleibt nicht mal mehr Zeit für ein weiteres Stück. Schließlich müssen die Musiker den Abend enttäuscht vorzeitig beenden. Thomas D nimmt es mit Fassung: Er steht noch für Selfies bereit, sucht die Nähe zum Publikum und lädt zugleich alle ein, beim nächsten Anlauf in München wieder dabei zu sein – die Tickets behalten ihre Gültigkeit. „Zum dritten Mal Thomas D in München – und dann klappt alles!“ Es wäre dem Rapper und seiner Band zu wünschen.MARC KNIEPKAMP

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