Ich sehne mich nach Harmonie

von Redaktion

Neuer ZDF-Film „Merz gegen Merz“: TV-Star Christoph Maria Herbst im privaten Interview

In der neuen Folge „Geständnisse“ verbringen Erik (Christoph Maria Herbst) und Ex-Frau Anne (Annette Frier) gemeinsame Zeit in einem Hotel. © Brendan Uffelmann/zdf

Er ist ein Familienmensch: Schauspieler Christoph Maria Herbst (60) heiratete 2012 seine große Liebe Gisi Herbst. In der ZDF-Reihe „Merz gegen Merz“ spielt er seit 2019 den Familienvater Erik Merz, dessen Rosenkrieg mit Ex-Frau Anne (Annette Frier) immer wieder neue Blüten treibt. Am Donnerstag, 21. Mai, um 20.15 Uhr zeigt das ZDF die neue Folge „Merz gegen Merz: Geständnisse“, in der sich die ganze Patchwork-Familie in einem Hotel einnistet, wo Erik einen Preis erhalten soll – dabei kommt sich das geschiedene Paar wieder näher, wie Herbst im Interview erzählt.

Herr Herbst, in der neuen Folge „Geständnisse“ bekommt Erik Merz zum ersten Mal im Leben einen Preis. Wann haben Sie Ihren ersten Preis erhalten?

Oh, die schwierigste Frage gleich zu Beginn (lacht). Ich habe, und das ist über 40 Jahre her, als junger Mensch Klarinette gespielt und bei „Jugend musiziert“ in Nordrhein-Westfalen einen Preis bekommen. Leider ist mir dann irgendwann die Pubertät dazwischengegrätscht und ich habe mich von der Klarinette verabschiedet. Jetzt wartet das Instrument eingemottet im Keller darauf, dass ich wieder spiele – aber ich habe die Zeit dafür nicht.

Wo stehen Ihre Preise?

Einige sind tatsächlich im Keller – nicht, weil es zu viele wären, sondern aus einer gewissen räumlichen Beschränktheit heraus. Man kann ja auch nicht von jedem Preis behaupten, dass er schön sei. Die, die ich ästhetisch ansprechend finde, die stehen tatsächlich bei uns in der Gästetoilette. Nicht etwa aus Bescheidenheit, sondern letztlich ist das sogar absolut eitel von mir, denn auf die Toilette muss ja jeder Gast mal zwischendurch. Man kommt also an diesen meinen Preisen einfach nicht vorbei (lacht).

In „Merz gegen Merz“ kommt es diesmal zu einer Annäherung der Ex-Eheleute Erik und Anne, als sie zusammen an Eriks Rede feilen. Hilft Ihre Ehefrau Gisi Ihnen auch bei der Arbeit?

Ich bespreche Rollenangebote auf jeden Fall mit meiner Frau: Sie hat einen klaren Verstand und ihr Blick ist nicht getrübt durch eine branchenmäßige Innensicht. Außerdem hilft sie mir beim Textlernen. Das ist total klasse, weil sie ja als Dolmetscherin und Geisteswissenschaftlerin auch in der Sprache sehr zu Hause ist. Das ist ein kreativer Prozess, der weit übers bloße Abfragen hinausgeht, und dabei bin ich schon auf sehr viele Ideen für Formulierungen und Ausdrücke in meinen Rollentexten gekommen. Das macht schon Spaß.

Seit 2012 verkörpern Sie und Annette Frier das geschiedene Ehepaar. Sind Sie selber ein Familienmensch?

Ich bin schon ein Familienmensch, aber ich versuche, familiäre Anlässe nicht in Streitigkeiten ausarten zu lassen. Ich bin da mehr der harmoniesüchtige Friedensstifter.

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