Tim Werner (CEO), Georg Kofler, Gottfried Zmeck (v. li.).
Schauspielerin Gerda Steiner & Comedian Simon Pearce.
Unter dem Tonnengewölbe des Jagd- und Fischereimuseums tafelten die rund 60 Gäste.
Ronja Forcher (li.) und Luise Bähr beim Dinner zu 30 Jahre Heimatkanal © Michael Tinnefeld/api
Oh là là, das sind Beine! Luise Bähr lüftet für den Fotografen nur ein wenig ihr Flatterkleidchen und zeigt, was sonst ihre schwere Rettungsausrüstung verhüllt. Die 46-Jährige ist wohl Deutschlands bekannteste Notärztin – seit zwölf Jahren rettet sie Leben in der Erfolgsserie „Die Bergretter“. Eine Sendung, die nicht nur im Öffentlich-Rechtlichen, sondern auch im Pay-TV-Sender Heimatkanal zu sehen ist. Wie auch „Der Bergdoktor“, „Die Schwarzwaldklinik“, „Ein Schloss am Wörthersee“, ach, einfach die ganzen wunderbaren Filme, vor denen man mit einem Seufzer auf die Couch sinkt und sich der Idylle hingibt.
Seit genau 30 Jahren gibt es jetzt den Sender bereits, einst in München aus der Taufe gehoben von den Medien-Machern Gottfried Zmeck und Georg Kofler. Und weil die Einschaltquoten bei Heimat und Herzschmerz eher steigen als fallen, bat der Sender am Mittwochabend zum Fest. Unter Hirschgeweihen, im Jagd- und Fischereimuseum, dinierte man an einer langen Tafel unter dem mächtigen Tonnengewölbe. Einst als Kirche gebaut, beherbergt es das Museum und wird seit Neuestem auch als Event-Location genutzt.
Ein Abend mit Star-Potenzial, für den Rebecca Immanuel direkt vom kaiserlichen Ellmau kam, wo sie in diesen Wochen die Jubiläumsstaffel des „Bergdoktor“ drehen. Immanuel, die in der Serie die raubeinige Ärztin Dr. Fendrich mimt, liebt auch privat die Berge. „Ich bin doch eigentlich ein Nordlicht, eine Muschelschubserin, aber meine zweite Heimat sind die Berge.“ Schon als Kind habe sie die Heimatfilme mit Luis Trenker geschaut, und als sie dann als junge Mutter zum ersten Mal den „Bergdoktor“ im Fernsehen sah, wollte sie nur eines: mit dabei sein. „Dass ich irgendwann einmal in dieser Postkartenlandschaft heimisch werden darf, ist tatsächlich wunderbar, es ist mein zweites Zuhause. Übrigens auch für meinen Sohn.“
Die Berge verzaubern eben, das weiß die gebürtige Tirolerin Ronja Forcher (sie ist die Lilly im „Bergdoktor“) am besten. Für sie sind sie Heimat, genauso wie ihr aktueller Lebensmittelpunkt in der Nähe von Berlin. Erst vor wenigen Tagen hat sie dort ihren 30. Geburtstag mit Mann und Freunden gefeiert. Heimat ist da, wo meine Liebsten sind“, sagt sie.
Das gilt auch für den Münchner Comedian und Schauspieler Simon Pearce, der die Laudatio auf den Heimatkanal halten durfte. Warum er? Weil er schon als kleiner Bub bei der Aufzeichnung von Peter Steiners Theaterstadl (ein Dauerbrenner auf dem Heimatkanal) dabei war.MARIA ZSOLNAY