Ein bisschen Kir Royal

von Redaktion

Sommerfest bei Szenewirt Rudi Kull: 700 Leute feiern ihren Hotspot Brenner in der Münchner Maximilianstraße

700 prominente Leute, darunter Stephanie Gräfin von Pfuel (re.), begrüßte Gastgeber Rudi Kull in seinem Brenner. © ABR-Pictures/Frank Rollitz

In diesen Zeiten hat eigentlich niemand etwas zu verschenken, schon gleich kein Wirt. Außer: Rudi Kull (57), einem der beharrlichsten und fleißigsten Münchner Erfolgsgastronomen, der, wenn sein Laden mit 600 Gästen in der Maximilianstraße brennt, selbst hinlangt. 700 Leute hat er am Donnerstagabend zur Sommerparty ins Brenner geladen, nicht um PR zu machen, allein um seinen Stammgästen Danke zu sagen – mit Drinks und italienischen Köstlichkeiten.

Die Leute – das ist eine Münchner Mischung, wie es sie früher einmal gab, als man sich selbst und das Leben noch nach dem Prinzip der Lustmaximierung feierte: viele Reiche, viele Schöne in Hotpants und kurzen Röckchen, zahllose Botschaften von Bombenerfolgen. Indes schiebt ein betagter Herr einen rosa Kinderwagen durch die Menge – mit einer Gazelle an der Seite. Und ein gern übellauniger Jens Lehmann legt auf dem roten Teppich mal ein Lächeln hin, mit einer neuen Blondine im Minikleid an seiner Seite; bis er auf seine Ex Conny trifft, die nach 25 Jahren Ehe das Handtuch geschmissen hat. Offenbar sind sie noch „on speaking terms“, also im Gespräch, wie sie demonstrieren.

Klatsch und Familiennachrichten stehen hoch im Kurs: Polo-Königin Helena Schoeller ist wieder schwanger: Im Dezember kommt ein Mädchen zur Welt. Ihr argentinischer Ehemann Juan Martin Sarli und ihre Mutter, PR-Lady Andrea Schoeller, sind über das dritte Kind schon jetzt voll des Glücks. Film- und Serienproduzent Herbert Kloiber jr. (49, Night Train Media) kann von Hollywood erzählen: Gerade hat er mit Anthony Hopkins (88) und Helena Bonham Carter (60) eine fiktionalisierte Geschichte über die wahre Inspiration hinter Daphne du Mauriers Romanklassiker „Rebecca“ mit dem Titel „The Housekeeper“ verfilmt, die in den 30er-Jahren Englands spielt. Kloiber hofft jetzt auf Venedig.

Das Sommerfest ist der Renner und in solcher Großzügigkeit inzwischen singulär. Doch auch Rudi Kull sagt: „Auch München ist nicht mehr Insel der Glückseligen.“ Das Geld sitzt nicht mehr so locker, die Verkehrs- und Parksituation setzt den Läden zu. Er setzt Herzblut dagegen und bietet auch für den kleineren Geldbeutel ein Gericht: „Hier kannst du für 25 Euro hausgemachte Pasta mit hausgemachtem Brot und Salat essen. Ein kleiner Urlaub an der Maximilianstraße.“

ULRIKE SCHMIDT

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