NACHRUF

Ein stiller Gigant des Kinos

von Redaktion

Der neuseeländische „Jurassic Park“-Star Sam Neill ist im Alter von 78 Jahren gestorben

Neill sprach offen über seine Erkrankung. © GEOFF ROBINS

Unvergessen: Sam Neill (Mi.) in „Jurassic Park“ mit Richard Attenborough (li.), Jeff Goldblum und Laura Dern. © dpa

Als Paläontologe Dr. Alan Grant schrieb Sam Neill im Blockbuster „Jurassic Park“ 1993 Filmgeschichte. Jetzt ist der neuseeländische Darsteller im Alter von 78 Jahren im Kreis seiner Familie in Australien gestorben. Wie seine Angehörigen mitteilten, kam der Tod „plötzlich und unerwartet“. Zugleich betonten sie, dass Neill zuletzt krebsfrei gewesen sei.

2023 hatte der Hollywoodstar seine Leukämie-Erkrankung öffentlich gemacht. In seiner Autobiografie „Did I ever tell you this“ schilderte er offen den Kampf gegen ein Non-Hodgkin-Lymphom und sprach mit entwaffnender Ehrlichkeit über die Möglichkeit des Sterbens. Dem „Guardian“ sagte er damals, das vergangene Jahr habe „dunkle Momente“ gehabt, zugleich sei er „dankbar für jeden Tag und unermesslich dankbar für alle meine Freunde“.

Sam Neills Karriere begann in den Siebzigerjahren und führte ihn durch Arthouse-Klassiker wie „Das Piano“, Thriller wie „Jagd auf Roter Oktober“, Serien wie „Peaky Blinders“ und schließlich zu einer der ikonischsten Rollen der Filmgeschichte. Als Dr. Alan Grant verkörperte Neill einen Helden, der durch Scharfsinn, Menschlichkeit und leisen Humor überzeugte. Noch 2022 kehrte er in „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ zu dieser Figur zurück.

Nach seinem Tod erinnern sich Weggefährten vor allem an den Menschen hinter dem Star. Regisseur Phillip Noyce würdigte ihn als integre und großzügige Persönlichkeit, die andere stets unterstützte. Australiens Premierminister Anthony Albanese hob hervor, Neill habe nicht nur auf der Leinwand Größe gezeigt, sondern auch im Umgang mit seiner Krankheit Würde und Gelassenheit bewahrt. Neill hinterlässt weit mehr als eine beeindruckende Filmografie. Er hinterlässt Figuren, die Generationen begleitet haben.AKI/AFP

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