Seit 2024 ist sie im Ruhestand. Davor stand Carmen Nebel viele Jahre fürs ZDF vor der Kamera. © Baumann/ZDF
Ihre ersten Shows bekam sie kurz nach der Wende, bis zu ihrem Ruhestand 2024 kamen viele weitere dazu. Am Freitag wird Schlagermoderatorin Carmen Nebel 70 Jahre alt.
Nebel wuchs in Grimma nahe Leipzig auf und ging nach dem Abitur nach Berlin. Dort studierte sie an der Humboldt-Universität Pädagogik, Anglistik und Germanistik und wurde Oberschullehrerin. Parallel arbeitete sie immer wieder für das DDR-Fernsehen, nachdem sie mehr durch Zufall an einem Auswahltest für sogenannte Ansagerinnen teilgenommen hatte. Sie sei damals überzeugt gewesen, dass der Kontakt mit dem Fernsehen „keine weitreichenden Folgen“ für sie haben würde, sagte Nebel einmal. Doch es sollte anders kommen.
Tatsächlich trat Nebel in immer mehr Fernsehshows auf, gab nach einigen Jahren schließlich den Lehrberuf auf und bekam 1989 eine eigene Show. Der Mauerfall und die Wiedervereinigung, die kurz darauf folgten, bedeuteten für viele Fernsehgrößen aus der DDR das Karriereende – nicht so für Nebel.
Ihre erste Samstagabendsendung bekam sie 1994 in der ARD mit dem „Fest der Volksmusik“. 2004 wechselte sie zum ZDF, wo sie fortan in unregelmäßigen Abständen die Show „Willkommen bei Carmen Nebel“ moderierte. Nebels Rückzug aus dem Showgeschäft geschah in Etappen. Seit 2024 genießt sie den Ruhestand und die „tolle neue Lebenssituation“.
Denn nachdem die Tochter ihres Manns Norbert Endlich, die Sängerin Ella Endlich, vor einigen Jahren ein Kind bekam, wird sie als Großmutter eingespannt. „Ich bin jetzt auch Kindergärtnerin – mit Übernachtungen“, sagte Nebel in einem Interview. Ihr leiblicher Sohn Gregor heiratete 2023. Ein Fernseh-Comeback schließt Nebel aus: „Haltung und Sprache haben sich verändert – und damit die Protagonisten. Es ist schon gut so, dass ich nicht mehr dazugehöre.“WIK/CFM