Mit Keybord in der Reha

von Redaktion

Komponist Ralph Siegel kämpft sich zurück

Ralph Siegel früher daheim an seinem Klavier. © Hoppe/dpa

Gut, seine alte Kraft in der Stimme ist noch nicht ganz da, aber Hit-Komponist Ralph Siegel (80) lag nach einer schweren Lungenentzündung ja auch 18 Tage lang im künstlichen Koma und musste beatmet werden (wir berichteten).

Nun ist der Unermüdliche in Bad Wiessee im Jägerwinkel angekommen – in der zweiten Woche ist er dort schon in Reha. „Die müssen mich jetzt wieder aufpäppeln“, lacht er ins Telefon im Gespräch mit unserer Zeitung. Mit Ehefrau Laura an der Seite, denn dort, in dieser luxuriösen Klinik, kann man die Familie mitnehmen, das fördert die Gesundheit. Und: Ralph Siegel ließ sich sein Keyboard ins Krankenzimmer stellen. Dort arbeitet er eine neue Melodie aus, die ihn aus dem Koma zurück ins Leben begleitete. „Was kann man denn sonst machen als das, was man am besten kann?“, fragt Siegel, „Ich habe die Musik, und daran kann ich mich festklammern! Man muss doch dankbar sein, dass wir so leben dürfen, wenn man bedenkt, was in anderen Teilen der Welt los ist, wie in der Ukraine oder Gaza.“

Freilich muss er auch an seiner Fitness arbeiten, die er jahrelang vernachlässigt hat – er ist immer nur gesessen. Im Studio, auf dem Sofa. Immerhin kann er schon wieder auf eigenen Beinen stehen und etwas gehen, was unmittelbar nach dem Koma nicht mehr möglich war, Muskeln und Nervenleitungen mussten erst wieder trainiert werden. Siegel will so lange bleiben, wie er sich wohlfühlt. Und vielleicht, ganz vielleicht, schafft es Siegel sogar auf die Wiesn. Dort hat er gern seinen Geburtstag am 30. September gefeiert!U. SCHMIDT

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