Die kleine Fleur und große Stars

von Redaktion

Elfjährige dreht in Hollywood mit Rami Malek und Russell Crowe

Oscar-Preisträger Russell Crowe mit Fleur Bremmer. © privat

Ihn fand sie toll: Rami Malek und der Nachwuchs-Star.

Die pinkfarbene Armbanduhr, die ihr Hollywood-Star Rami Malek (45, „Bohemian Rhapsody“) geschenkt hat, bewahrt Fleur Bremmer in einer Erinnerungsbox in ihrem Kinderzimmer auf. „Ich traue mich nicht, sie zu tragen“, sagt die Elfjährige aus dem nordhessischen Bad Wildungen, die mit dem Schauspieler für den Film „Nürnberg“ vor der Kamera stand. Aktuell ist sie in der US-amerikanischen Comedyserie „Ted Lasso“ zu sehen.

In der vierten Staffel der Fußballserie von Apple TV spielt Fleur die Rolle der Jelka, der Tochter eines niederländischen Piloten. Die ist ihr wie auf den Leib geschrieben. Ihre Mutter stammt aus den Niederlanden, Fleur hat die deutsche und die niederländische Staatsbürgerschaft. Neben Deutsch und Niederländisch als Muttersprachen spricht sie auch fließend Englisch. „Angefangen hat alles mit einer Werbung für Socken“, sagt das Mädchen über den Beginn seiner Schauspielerei. Es folgten eine Werbung für Joghurt und dann die ersten kleinen Rollen in Kurzfilmen.

Fleur besuchte eine Schauspielschule in Dortmund, ging zu einer Agentur. Dann kam die Rolle in „Nürnberg“. In dem Film von James Vanderbilt (50) spielte sie auch an der Seite des Oscar-Preisträgers Russell Crowe (62, „Gladiator“). Fleur verkörpert darin Edda Göring, die Tochter des hochrangigen Nazi-Funktionärs und NS-Verbrechers Hermann Göring und seiner zweiten Ehefrau, der Theaterschauspielerin Emmy Göring. Die Dreharbeiten seien teils sehr emotional gewesen.

„Mama hat mir vorher die Geschichte von den Nürnberger Prozessen erzählt. Ich war zum Zeitpunkt der Dreharbeiten erst neun Jahre alt und mir war damals nicht ganz bewusst, dass es diese Welt auch mal gab“, sagt Fleur. Kulissen und Kostüme seien detailgetreu nachempfunden worden. Sie habe sich wie mit einer Zeitmaschine zurückversetzt gefühlt.

Besonders gerne erinnert sie sich an die Begegnungen mit Rami Malek. „Er war so normal, man hat gar nicht gemerkt, dass er ein so großer Star ist“, sagt die Schülerin. „Er war so lieb zu allen.“ In den Drehpausen habe er mit ihr gespielt. Es sei schon ein Leben in zwei verschiedenen Welten, sagt Fleur.

„Wenn ich an einem Set bin, denke ich schon, wie krass das alles ist. Aber wenn ich dann wieder zu Hause bin, ist alles normal.“ Am liebsten springe sie Trampolin im Garten und treffe sich mit Freundinnen. Auch Basteln, Turnen und Handball gehören zu ihren Hobbys. Und eben die Schauspielerei. Schon sehr früh habe sie gemerkt, dass sie gerne in andere Rollen schlüpfe.

Dafür investiert Fleur viel Zeit. Bei Dreharbeiten wie zu „Nürnberg“ in Budapest und „Ted Lasso“ in London ist sie viel unterwegs. Ihre Hausaufgaben macht sie dann am Set. „In der Schule kommt Fleur zum Glück gut mit“, sagt Mutter Tessa. Ihre Lehrer unterstützen sie. Für ihre Schauspielzukunft hat Fleur große Träume. Eine Hauptrolle würde sie mal gerne spielen. „Am liebsten in einem Actionfilm.“DPA

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