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Musik gegen die Dunkelheit

A-ha-Frontmann Morton Harket meldet sich nach Parkinson-Beichte mit neuem Soloalbum zurück

Sänger Morton Harket als Solokünstler und mit seiner Band a-ha (kl. Foto, re.) © Just Loomis/Getty Images

Gut ein Jahr nachdem Morten Harket seine Parkinson-Erkrankung öffentlich gemacht hat, meldet sich der Sänger der norwegischen Kultband a-ha als Solokünstler zurück. Mit „Hold Me“, einer gemeinsam mit seiner Tochter Tomine aufgenommenen Ballade, gibt er zugleich einen ersten Vorgeschmack auf sein neues Album „Human Grace“, das am 27. November erscheint. Dass Harket überhaupt schon wieder neue Musik vorlegt, ist bemerkenswert – zumal er zuvor vom zunehmenden Kontrollverlust über seine Stimme als einem Symptom seiner Erkrankung berichtet hatte. „Human Grace“ ist ein Album über Liebe, Verbundenheit und die Frage, was es bedeutet, Mensch zu sein. Erhebender Pop trifft auf melodischen Rock und nachdenkliche Balladen; große, weit ausgreifende Arrangements wechseln mit rauen, intimen Momenten. Vielleicht ist es Harkets persönlichstes Album. „Für mich ist dieses Album eine Feier des Lebens“, sagt er. Wahre Schönheit habe ihn immer fasziniert, doch nichts sei schöner als die Liebe. Zugleich treibt ihn die Frage um, warum Menschen die Welt zunehmend zu einem dunkleren Ort machten.

Entstanden ist das Album zwischen Juli 2025 und Juli 2026 – gemeinsam mit dem schwedischen Produzenten, Multiinstrumentalisten und langjährigen Weggefährten Peter Kvint. Harket griff dabei auch auf Gesangsaufnahmen zurück, die in den Jahren seit seinem letzten Soloalbum „Brother“ entstanden waren. Aus alten Demos und Studioaufnahmen entwickelten die beiden mit neuen Arrangements und Instrumentierungen ein geschlossenes Ganzes, ergänzt um neue Vocals. Familie spielt dabei eine besondere Rolle: Neben Tomine ist auch Harkets Tochter Karmen Poppi A. Harket auf dem Album zu hören. „Hold Me“ lebt vor allem vom intensiven Zusammenspiel der Stimmen von Vater und Tochter. Für Harket ist die neue Musik auch eine Art künstlerischer Aufbruch: „Offenbar musste ich erst Parkinson bekommen, um das hier zu machen“, sagt er. „Mit einem Mal wurde alles dringlicher. Ich musste etwas tun, das wirklich zählt.“AKI

Freitag, 2. Oktober 2026
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